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Die besten kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme im Check

Grafiken und Fotos spielen im World Wide Web eine wichtige Rolle. Anbieter von Webservices verwenden die visuellen Elemente, um ihren Dienst ansprechend zu gestalten, Unternehmen nutzen hochqualitative Fotografien in Sachen Außenwerbung und den sozialen Netzwerken würde ohne Bilder ein wesentliches Herzstück fehlen. Produktfotos, Urlaubs- wie Profilbilder verbindet dabei vor allem eine Sache: Ohne vorherige Korrektur und Nachbesserung werden sie inzwischen nur noch in den seltensten Fällen veröffentlicht. Die Perfektionierung von Fotos hat sich zum Volkssport entwickelt und ist längst nicht mehr nur professionellen Fotografen und Designern vorbehalten.

Viele Social-Media-Plattformen haben daher eigene Bildbearbeitungssoftware integriert, die meist auf die Nutzung auf mobilen Geräten ausgerichtet ist. Wer sich mit einfachen Effekt- und Filtermöglichkeiten nicht zufrieden gibt, greift in der Regel aber auf die traditionellen Bildbearbeitungsprogramme für den PC zurück, da diese weit mehr Funktionen aufweisen. Allen voran ist dabei zweifelsohne Photoshop aus dem Hause Adobe zu nennen, das Hobby-Fotografen und Profis auf der ganzen Welt einsetzen und das sich über Jahrzehnte bewährt hat.

Wenn das Resultat jedoch nicht den allerhöchsten Qualitätsansprüchen genügen muss, dann bevorzugen viele aufgrund des stolzen Preises der Adobe-Software auch kostengünstigere Alternativen. Und tatsächlich gibt es entsprechende Freeware, mit der zufriedenstellende Ergebnisse möglich sind.

Was sollte ein Bildbearbeitungsprogramm können?

Der Funktionsumfang ist das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen kostenpflichtigen Fotobearbeitungsprogrammen und solchen, die kostenlos genutzt werden können. Dass Freeware-Produkte normalerweise über weniger Bearbeitungswerkzeuge verfügen, bedeutet aber nicht immer einen Nachteil: Insbesondere Hobby-User profitieren häufig von der Simplizität kostenfreier Tools, die einem guten Ergebnis selten im Wege steht. Einige Features sollten aber auch Bildbearbeitungsprogramme zum Nulltarif bieten, damit sie variabel einsetzbar sind und eine gute Usability bieten. Folgende Funktionen sollte ein Fotobearbeitungsprogramm selbst dann bieten, wenn es kostenlos ist:

  • Einfache Korrektur von Schärfe, Farbe und Belichtung
  • Zuschneiden und Drehen
  • Möglichst verlustfreie Skalierung
  • Entfernen und Freistellen von Objekten
  • Erstellung von Fotomontagen
  • Anpassung mit Filter- und Effektwerkzeugen
  • Arbeiten auf mehreren Ebenen
  • Import verschiedener Bildformate

Abgesehen von solchen elementaren Funktionen spielt auch die Aufbereitung der ausgewählten Bildbearbeitungssoftware (ob kostenlos oder kostenpflichtig) eine wichtige Rolle. Es ist wichtig, dass die Funktionen nicht nur vorhanden sind, sondern sich auch einfach und intuitiv nutzen lassen. Dazu kann ein übersichtliches Layout der Anwendung (Menü- und Werkzeugleiste, Buttons, etc.) beitragen.

Die besten kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme

In der jüngeren Vergangenheit konnten aufmerksame Beobachter zweierlei Dinge in Bezug auf die digitale Bildbearbeitung feststellen: Zum einen ist die Nachfrage nach entsprechenden Programmen erheblich gestiegen. Insbesondere die anfangs erwähnten sozialen Netzwerke haben hierbei eine wichtige Rolle gespielt. Zum anderen haben die Nutzer heute eine deutlich höhere Erwartungshaltung, was ein Bildbearbeitungsprogramm alles können muss. Gleichzeitig gilt es als selbstverständlich, dass der Einarbeitungsaufwand gering ist und sich alle integrierten Werkzeuge auch ohne Vorwissen schnell nutzen lassen. Und wer den Markt sondiert, findet tatsächlich kostenlos nutzbare Bildbearbeitungsprogramme, die diesen durchaus hohen Ansprüchen gerecht werden.

Neben den klassischen Desktop-Anwendungen machen dabei immer häufiger auch leistungsstarke Web-Apps auf sich aufmerksam. Diese lassen sich ohne Installation mithilfe eines gewöhnlichen Internetbrowsers nutzen. Über welches Betriebssystem der Nutzer zugreift, spielt folglich keine Rolle – lediglich eine bestehende Internetverbindung ist notwendig. In einigen Fällen ist die Nutzung außerdem an eine Registrierung gekoppelt. In den folgenden Abschnitten finden Sie Informationen zu Desktop- wie zu Webanwendungen. Eine Vergleichstabelle fasst dann die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der einzelnen Programme zusammen.

Paint.NET (Windows)

Ursprünglich als kleines Studentenprojekt an der Washington State University gestartet, zählt Paint.NET inzwischen zu den besten Bildbearbeitungsprogrammen im Freeware-Bereich. Nachdem die Software 2004 zunächst unter der freien MIT-Lizenz veröffentlicht wurde, wird sie heute unter einer proprietären Lizenz vertrieben. Grundgerüst der Anwendung ist das Microsoft .NET Framework, das bei der Installation automatisch mitinstalliert wird. Da das Framework lediglich unter Windows läuft, ist auch Paint.NET nicht für andere Plattformen verfügbar.

Die einstige Alternative für das simpel gestrickte Standardprogramm Microsoft Paint wurde im Laufe der vergangenen Jahre kontinuierlich weiterentwickelt, weshalb sie sich mittlerweile auch für anspruchsvollere Aufgaben eignet. So ist inzwischen nicht nur das Arbeiten auf mehreren Ebenen möglich, sondern auch die parallele Bearbeitung verschiedener Projekte, die sich bequem über Tabs öffnen lassen. Jeder Tab zeigt ein kleines Vorschaubild, sodass Sie schnell zu dem gewünschten Projekt navigieren können. Die grundlegenden Optimierungswerkzeuge zur Anpassung von Helligkeit, Sättigung, Kontrast oder Farbton finden Sie ebenso vor wie eine Gradationskurve zur Tonwertkorrektur oder ein Tool zum Entfernen des Rote-Augen-Effekts. Darüber hinaus bietet Paint.NET noch folgende Werkzeuge:

  • Weich- und Scharfzeichner
  • 3D-Rotations- und Zoom-Effekt
  • Schwarz-Weiß- und Sepia-Filter
  • Farbverlauf-Generator
  • Freistellungswerkzeug („Zauberstab“)

Bereits der Standardumfang des kostenlosen Bildbearbeitungsprogramms kann sich also durchaus sehen lassen. Wer dennoch mal einen Effekt oder einen Filter vermisst, wird unter Umständen im offiziellen Plug-in-Verzeichnis fündig. Neben zahlreichen weiteren Tools für die Werkzeugpalette lassen sich dort auch Erweiterungen finden, die den Im- und Export zusätzlicher Dateiformate (wie zum Beispiel des Photoshop-Formats .psd) ermöglichen. Paint.NET zeichnet alle Arbeitsschritte auf, wodurch sämtliche Änderungen jederzeit wieder rückgängig gemacht werden können.

Pro Contra
✔ Via Plug-ins erweiterbar ✘ Nur für Windows verfügbar
✔ Unbegrenzte Undo-Funktion zum Rückgängigmachen einzelner Arbeitsschritte ✘ Arbeitet standardmäßig mit einem wenig verbreitetem Dateiformat (.pdn)

Pixlr Editor (Web-App, iOS, Android)

Nach einem Jahr Entwicklungszeit veröffentlichte der Schwede Ola Sevandersson 2008 seine cloudbasierte Bildbearbeitungssoftware Pixlr Editor. Mittlerweile hat er sich dem Unternehmen Autodesk angeschlossen und dort unter anderem auch mobile Versionen seines Bildbearbeitungs-Programms für iOS und Android herausgebracht. Die Web-Applikation kann kostenlos mit allen gängigen Browsern genutzt werden, ohne dass eine Registrierung notwendig ist. Voraussetzung ist jedoch, dass der Adobe Flash Player installiert ist, da das Programm über verschiedene Flash-Elemente verfügt. Mit Pixlr Express steht auch eine abgespeckte Variante für kleinere Optimierungen von Bildern zur Verfügung.

Pixlr Editor ist der beste Beweis dafür, dass auch ein kostenloses Online-Bildbearbeitungsprogramm mit den etablierten Größen mithalten kann. Das visuelle Erscheinungsbild und die typische Aufbereitung von Bedienelementen lassen den Nutzer schnell vergessen, dass es sich um eine Web-App handelt, die im Browser ausgeführt wird – insbesondere, wenn der Vollbildmodus zum Einsatz kommt. Die übersichtlichen, intuitiv bedienbaren und optisch ansprechenden Menüleisten und -boxen sind aus vergleichbaren Programmen bestens bekannt, sodass sich erfahrene Anwender ebenso wie Neulinge innerhalb kürzester Zeit zurechtfinden dürften. Außer durch ihre hervorragende Usability überzeugt die Software auch durch ihre vielen Funktionen. So bietet das Fotobearbeitungsprogramm unter anderem die folgenden Features zur Bildanpassung:

  • Weich- und Scharfzeichner
  • Nachbelichter-Werkzeug
  • Rote-Augen-Entferner
  • Gradationskurve
  • Automatische Tonwert-Korrektur

Neben der vielseitigen Auswahl an Korrekturwerkzeugen bietet Pixlr Editor auch zahlreiche Filter zur Veränderung von Fotos und Grafiken an. So können Sie diese beispielsweise unscharf machen, verpixeln sowie in Reliefs, Sepia- oder Wärmebilder umgewandeln. Für den gesamten Bearbeitungsprozess stehen beliebig viele Ebenen zur Verfügung, die man anpassen kann.

An einigen Details merkt man jedoch, dass der Pixlr Editor ein kostenloses Fotobearbeitungsprogramm ist und nicht das Budget wie bei einem Hochpreis-Titel zur Verfügung stand: So ist die deutsche Übersetzung beispielsweise nicht vollständig und der Arbeitsschritt-Verlauf auf 14 Einträge begrenzt. Zudem enthält die App Werbung, die man allerdings wegklicken kann.

Pro Contra
✔ Desktop-Feeling dank Vollbildmodus ✘ Funktioniert nur mit installiertem Adobe Flash Player
✔ Versionen für iOS und Android verfügbar ✘ Deutsche Übersetzung unvollständig

GIMP (Windows, macOS, Linux)

1998 erschien mit Version 1.0 die erste offizielle Ausgabe des GNU Image Manipulation Program, das den Meisten wohl besser unter der Kurzform GIMP bekannt sein dürfte. Heute zählt die von Peter Mattis und Spencer Kimball entwickelte Software unbestritten zu den wichtigsten Open-Source-Bildbearbeitungsprogrammen (GNU-GPL-Lizenz) weltweit. Auf Basis der Grafikbibliothek Generic Graphics Library (GEGL) hat sich GIMP im Schatten kostenpflichtiger Programme zu einer konkurrenzfähigen Komplettlösung für die Optimierung und Bearbeitung von Bildern gemausert. Ursprünglich für GNU/Linux konzipiert, läuft das Programm mittlerweile auch auf allen gängigen Windows- und macOS-Systemen.

Wie die meisten Open-Source-Anwendungen ist GIMP modular aufgebaut, sodass es funktional jederzeit erweitert werden kann. Zudem lassen sich jegliche Bedienelemente wunschweise anordnen bzw. ein- oder ausblenden. Eine Standardkonfiguration, die die wichtigsten Module fest im Gesamt-Interface verankert, fehlt hingegen, was den Einstieg unnötig kompliziert gestaltet. Wer sich jedoch in die Software eingearbeitet und sein Lieblings-Set-up gefunden hat, kann dies auch dauerhaft direkt nach jedem Start nutzen. In puncto Funktionsvielfalt steht GIMP anderer beliebter Bildbearbeitungssoftware in Nichts nach. Unter anderem stehen beispielsweise folgende Filter und Effekte auf unbegrenzt vielen Ebenen zur Verfügung:

  • Weichzeichnen (z. B. Verpixeln, Bewegungsunschärfe)
  • Verbessern (z. B. Kantenglättung, Rote-Augen-Entfernung)
  • Licht- und Schatteneffekte (z. B. Glitzern, Linsenreflex)
  • Künstlerische Veränderung (z. B. Cartoon, Ölgemälde)
  • Dekoration (z. B. Kaffeeflecken, runde Ecken)
  • Animationen (z. B. Überblenden, Wellen)

Auch einfache Optimierungsmaßnahmen sind mit GIMP ohne weiteres möglich: Mit wenigen Klicks lassen sich Farbverteilung, Sättigung, Kontrast oder Helligkeit korrigieren. Hinzu kommen Werkzeuge zum Zurechtschneiden, Skalieren und Drehen der Bilder sowie Tools für die Bearbeitung einzelner Elemente. Dass das Bildbearbeitungsprogramm kostenlos ist, mag man angesichts der vielen möglichen Exportformate kaum vermuten. Von den typischen Bildformaten wie .jpg, .gif oder .bmp über Archivformate wie .gz oder .bz2 bis hin zu Webformaten wie .html oder .xhtml bietet GIMP den Anwendern einiges.

Pro Contra
✔ In hohem Maße erweiter- und personalisierbar ✘ Mühsamer Einstieg
✔ Plattformübergreifend ✘ Keine Möglichkeit, mehrere Projekte gleichzeitig zu bearbeiten

Krita (Windows, macOS, Linux)

Die plattformübergreifende Open-Source-Anwendung Krita ist das Ergebnis eines jahrelangen Entwicklungsprozesses, der 1998 mit dem Wunsch nach einer GIMP-Alternative auf Basis der Bibliothek Qt begann. Aus verschiedenen Gründen wurde dieses ursprüngliche Vorhaben ad acta gelegt und stattdessen mit der Programmierung eines eigenständigen, neuen Bildbearbeitungsprogramms begonnen, bis die erste Version von Krita schließlich im Jahr 2004 als Bestandteil der Bürosoftware KOffice auf den Markt kam. In der jüngeren Vergangenheit hat der Entwickler KDE den Fokus insbesondere auf Tools zum Zeichnen gelegt und das Programm zu einer der besten Open-Source-Lösungen für Cartoonisten, Illustratoren und Concept Artists umfunktioniert – ohne dabei den Aspekt der klassischen Bildbearbeitung außer Acht zu lassen.

Um Künstlern die optimale Plattform für ihren Arbeitsprozess zu bieten, legt Krita nicht nur Wert auf nützliche Hilfsmittel wie Pinsel-Stabilisierer und eine riesige Auswahl an Pinseltypen, sondern auch auf ein modernes Design. Anders als bei GIMP hat das KDE-Projekt vorkonfigurierte Standard-Layouts für verschiedene Projekte (z. B. „Standard“, „Animation“ oder „Großes Bild“), mit denen auch unerfahrene Nutzer sofort loslegen können. Falls gewünscht, lässt sich diese Anordnung der Werkzeuge aber im entsprechenden Einstellungsmenü per Drag-and-Drop an die eigenen Vorstellungen anpassen. Dass Krita auch ein erstklassiges, kostenloses Bildbearbeitungsprogramm ist, wird durch die überzeugende Auswahl an Nachbesserungs-, Filter- und Transformations-Tools deutlich. Unter anderem enthält die Anwendung folgende Bearbeitungsfeatures:

  • Helligkeits-/Kontrastkurve
  • Nachbelichten
  • Farbabgleich
  • Weichzeichnen
  • Scharfzeichnen
  • Kantenerkennung
  • Ölgemälde

Mithilfe von Masken lassen sich Effekte auf die verschiedenen Bildebenen des jeweiligen Projekts anwenden. Des Weiteren gibt es Optionen, um Bilder zurechtzuschneiden, zu spiegeln oder auf eine neue Größe zu skalieren. Im Aktionsverlauf, der als „andockbarer Dialog“ in einigen vorkonfigurierten Layouts zunächst aktiviert werden muss, werden alle Arbeitsschritte archiviert. Es ist also zu jedem Zeitpunkt möglich, zu einem vorherigen Bearbeitungszeitpunkt zurückzuspringen, um Änderungen rückgängig zu machen. Die deutsche Sprachausgabe von Krita enthält einige nichtübersetzte Elemente. Was Homepage und Online-Handbuch betrifft, verzichtet KDE bis dato komplett auf eine deutschsprachige Version.

Pro Contra
✔ Reichhaltige Tool-Box, die weit mehr als einfache Bildbearbeitung ermöglicht ✘ Keine deutschsprachige(n) Handbücher/Website
✔ Plattformübergreifend ✘ Nutzeroberfläche teilweise zu unübersichtlich

Adobe Photoshop Express Editor (Web-App, iOS, Android, Windows Phone)

Mit Photoshop verbindet man in der Regel erstklassige Bildbearbeitungssoftware, deren Leistungsniveau von Konkurrenzprodukten nur in Ausnahmefällen erreicht wird. Für Profis meist die erste Wahl, hat das Urgestein aber auch einen stolzen Preis, weshalb viele Hobby-Fotografen und -Grafiker lieber zu günstigeren Alternativen greifen. Mit dem Express Editor bietet Adobe seit einigen Jahren aber auch ein kostenloses Bildbearbeitungsprogramm als Webanwendung, die auf Flash basiert und daher nur mit installiertem Flash Player genutzt werden kann. Mittlerweile gibt es das Tool auch als App für iOS, Android und Windows Phone – herunterladbar im jeweiligen App-Store.

Die Werkzeuge von Express Editor basieren auf den bewährten Photoshop-Algorithmen, weshalb die Anwendung von Filtern und Effekten erstklassige Ergebnisse ermöglicht. Im Vergleich zum Original-Bildbearbeitungsprogramm fällt der Funktionsumfang des kostenlosen Pendants aber wesentlich geringer aus. Wer bei der Bearbeitung von Fotos und Grafiken bis ins kleinste Detail gehen will, stößt mit dem Web-Tool relativ schnell an seine Grenzen. Wenn es um den einfachen Optimierungs- und Transformationsprozess geht, gibt es hingegen wohl kaum eine Anwendung, die mit Express Editor mithalten kann. Dafür sorgen unter anderem diese Funktionen, die sofort nach dem Upload eines Bildes (und ohne Registrierung) zur Verfügung stehen:

  • Skalieren (feste Größen oder individuell)
  • Autokorrektur-Modus
  • Retuschieren
  • Rote-Augen-Korrektur
  • Nachbelichtung
  • Verpixeln
  • Cartoon-Zeichnung
  • Scharf- und Weichzeichner

Die Bedienung des Tools ist sehr intuitiv, wobei die gute Strukturierung der Oberfläche eine wichtige Rolle spielt. Die Werkzeuge sind auf die beiden Kategorien „Edit“ und „Decorate“ aufgeteilt, wobei erstere nochmals in die drei Unterbereiche „Basic“, „Adjustments“ (dt. Anpassungen) und „Effects“ untergliedert ist. Die Stärke der jeweiligen Anpassungsmaßnahme lässt sich dabei über vorkonfigurierte Stufen auswählen oder manuell per Regler bestimmen. Eine deutschsprachige Beschriftung der Bedienelemente gibt es jedoch nicht, da Adobe die Anwendung nur auf Englisch anbietet. Die größte Einschränkung des kostenlosen Bildbearbeitungsprogramms ist jedoch die Tatsache, dass es lediglich den Im- und Export von Bildern im JPG-Format ermöglicht.

Pro Contra
✔ Sehr einsteigerfreundlich ✘ Nur Import und Export von JPG-Dateien möglich
✔ Bedient sich leistungsstarker Photoshop-Algorithmen ✘ Besitzt keine Ebenen-Funktion

RawTherapee (Windows, macOS, Linux)

Seit 2010 steht das von Gábor Horvàth entwickelte RawTherapee unter der GNU-GPL-Lizenz (Version 3). Das Bildbearbeitungsprogramm ist damit nicht nur kostenlos, sondern auch quelloffen und darf somit ohne Einschränkungen genutzt und modifiziert werden. Die Anwendung hat eine Version der Konvertier-Software dcraw integriert, die es möglich macht, Rohdatenbilder (die sog. RAW-Daten) digitaler Kameras zu importieren und im Anschluss zu bearbeiten. Damit richtet sich das Tool in erster Linie an Profi- und Hobby-Fotografen, die das Maximale aus ihren Fotografien herausholen wollen. RawTherapee ist aber auch mit JPEG, PNG oder TIFF kompatibel, sodass Anwender auch mit diesen Bildformaten arbeiten können.

Bereits beim ersten Start wird deutlich, dass in RawTherapee eine Menge Entwicklungsarbeit steckt. Die diversen Menüs und Schnellstartleisten ermöglichen es, importierte Bilder bis ins kleinste Detail zu bearbeiten. Da RAW-Dateien mitunter sehr groß sind, sorgt die Warteschlange für einen geregelten Konvertierungsprozess, der die Arbeit am aktuellen Projekt nicht behindert. Mehrere Bilder gleichzeitig bearbeiten kann man mit dem Fotobearbeitungsprogramm ebenfalls – bei der vergleichsweise hohen Systemauslastung ist dies mit älteren Rechnern jedoch nicht zu empfehlen. Jeder Arbeitsschritt wird von RawTherapee non-destruktiv verarbeitet, sodass die Bilder ihre bestmögliche Qualität beibehalten. Ferner werden alle Vorgänge abgespeichert, um jederzeit im Bearbeitungsprozess zurückspringen zu können. Zu den verfügbaren Features zählen unter anderem:

  • Weißabgleich
  • Korrektur von Sättigung, Kontrast und Helligkeit
  • Belichtungskorrektur
  • Scharfzeichner
  • Farbfilterung
  • RGB-Tonwert-Kurven zur maximalen Kontrolle von Farben und Belichtung

RawTherapee ist unbestritten eines der besten Bildbearbeitungsprogramme für RAW-Dateien, das der Open-Source- und Freeware-Markt zu bieten hat. Für die reine Nachbesserung von Fotos bekommen Nutzer alles Notwendige zur Verfügung gestellt. Dank der Möglichkeit, Bearbeitungsprofile zu speichern, können bei Bedarf gleich mehrere Bilder mit den gleichen Einstellungen optimiert werden. Für größere, kreative Anpassungen eignet sich das quelloffene Tool aufgrund der geringen Zahl an Effekten und fehlendem Werkzeug für die Feinarbeit (wie z. B. Pinsel) hingegen weniger.

Pro Contra
✔ Unterstützt diverse RAW-Formate ✘ Unübersichtliche Benutzeroberfläche
✔ Plattformübergreifend ✘ Bilder lassen sich nicht per Drag-and-Drop importieren

Die besten Fotobearbeitungsprogramme (kostenlos) im Überblick

  Entwickler Erscheinungsjahr Betriebssystem Sprache Besonderheit
Express Editor Adobe 2008 Windows, macOS, Linux, iOS, Android, Windows Phone Englisch Photoshop-Algorithmen
GIMP The GIMP Team 1998 Windows, macOS, Linux Deutsch Modularer Aufbau
Krita KDE 2004 Windows, macOS, Linux Deutsch (unvollständig) Diverse Zeichenwerkzeuge
Paint.NET Microsoft 2004 Windows Deutsch Umfangreiches Plug-in-Verzeichnis
Pixlr Editor Autodesk 2008 Windows, macOS, Linux, iOS, Android Deutsch (unvollständig) Apps für iOS und Android
Raw Therapee Gábor Horvàth 2008 Windows, macOS, Linux Deutsch Bearbeitung von RAW-Dateien

Tools Bildbearbeitung Bilder