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Verkaufen im Internet: Onlineshop-Software im Vergleich

Wer im E-Commerce tätig werden will, benötigt einen Webshop. Doch die Auswahl an professionellen, gut dokumentierten Software-Lösungen für den Onlinehandel ist groß. Vor allem E-Commerce-Einsteigern fällt die Wahl schwer. Was sind die beliebtesten Shopsysteme auf dem Markt, worin unterscheiden sie sich? Und welche Plattform ist für das eigene Vorhaben am besten geeignet? In unserem Onlineshop-Software-Vergleich erfahren Sie, welche Möglichkeiten Ihnen bei der Realisation professioneller Onlineshop-Konzepte offenstehen und welche Software-Lösung die Funktionalitäten bietet, die Sie für Ihr E-Commerce-Projekt benötigen.

Onlineshop-Software: Diese Möglichkeiten stehen Ihnen offen

Sie möchten mit einem eigenen Webshop online gehen? Kaum etwas leichter als das: Heutzutage stehen Unternehmern diverse technische Möglichkeiten offen, um Produkte und Dienstleitungen über das Internet zu vertreiben.

Grundsätzlich handelt es sich bei einem Onlineshop um eine Internetpräsenz in Form einer Website, die spezielle Funktionalitäten für den E-Commerce bereitstellt. Zu diesen gehören Software-Komponenten wie:

  • eine Shop-Datenbank für Produktinformationen

  • eine Administrationsdatenbank für Verwaltungsinformationen

  • ein Präsentationssystem

  • Schnittstellen zu Bezahlsystemen, Lagerhaltung, Vertrieb und Webanalyse

Prinzipiell lässt sich ein Webshop mit entsprechendem Know-how und ausreichend Zeit von Grund auf selbst programmieren. Ein solches Vorgehen stellt heute jedoch den Ausnahmefall dar. Stattdessen greifen Onlinehändler auf professionelle E-Commerce-Software zurück. Hier reicht das Angebot von proprietären Onlineshop-Lösungen über flexible, cloudbasierte Mietshops für den Massenmarkt bis hin zu kostengünstigen Open-Source-Plattformen.

Proprietäre Onlineshop-Software

Die Entwicklung professioneller E-Commerce-Plattformen ist ein lukratives Geschäftsfeld. Wer Waren online verkaufen möchte, braucht eine zuverlässige, rechtssichere Software-Basis, die je nach Größe des geplanten Webshop-Konzepts auch mit steigendem Besucherandrang und temporären Lastspitzen zurechtkommt. Entsprechend groß ist das Angebot kommerzieller Produkte. Zahlreiche Firmen bieten proprietäre Lösungen, die Endbenutzern im Rahmen von Lizenzverträgen, sogenannten EULAs, zur Verfügung stehen.

Für etablierte E-Commerce-Plattformen aus dem Profi-Sektor wie SAP Hybris Commerce oder die Intershop Commerce Suite müssen Lizenznehmer jedoch tief in die Tasche greifen. Hinzu kommen laufende Kosten für das Hosting des Onlineshops und optionale Agenturdienste, die für Installation und Konfiguration sowie Individualisierung und Wartung in Anspruch genommen werden können. Oft bieten die Hersteller proprietärer Software auch ein cloudbasiertes Nutzungsmodell als Software-as-a-Service (SaaS) an.

Auf der Habenseite stehen bei proprietären Webshop-Lösungen ein professioneller Hersteller-Support und regelmäßige Software-Updates. Als nachteilig erweist sich, dass Entwickler proprietärer Produkte den Quelltext ihrer Programme durch Verschlüsselung vor fremden Blicken schützen. Anwender wissen somit zwar, was die Software macht, aber nicht wie. Dies erschwert die individuelle Anpassung und die Entwicklung eigener Erweiterungen.

Die Kosten für Anschaffung und Betrieb solcher Onlineshop-Systeme können je nach Projektgröße schnell auf sechsstellige Beträge anwachsen. Geld, das mittelständische Unternehmer und Start-ups nicht ohne Weiteres auftreiben können. Die kommerziellen Produkte der Profi- und Enterprise-Klasse richten sich daher in erster Linie an große Konzerne, die individuelle E-Commerce-Konzepte mit internationaler Reichweite realisieren möchten.

Doch der Start ins eigene Onlinebusiness ist nicht zwangsläufig mit hohen Investitionskosten verbunden. Auch Open-Source-Lösungen und gemietete Webshops bieten Unternehmern die Möglichkeit, E-Commerce-Konzepte kompetent umzusetzen – und das bereits mit überschaubarem Budget.

Open-Source-Webshops

Shopsysteme mit einem offenen Quellcode (Open Source) sind beliebt und in der E-Commerce-Branche weit verbreitet. Grundsätzlich kostenlos sind diese Software-Lösungen jedoch nicht. Der Begriff „Open Source“ bedeutet lediglich, dass der Programm-Code für jeden offen zugänglich ist.

Zahlreiche Shopsysteme mit offenem Quellcode sind schon seit Jahren auf dem Markt und werden von Software-Unternehmen oder engagierten Communities kontinuierlich weiterentwickelt. Die meisten E-Commerce-Plattformen dieser Art verfügen über einen transparenten Release-Plan sowie einen öffentlichen Bugtracker und werden durch regelmäßige Software-Updates auf dem aktuellen Stand gehalten.

Etablierte Open-Source-Software hat somit einen Produktstatus inne, der dem proprietärer Programme in nichts nachsteht. Das Label „quelloffen“ wird zudem als Qualitätsmerkmal diskutiert, da es mit einem Zugewinn an Sicherheit in Verbindung steht. Kann der Quellcode eines Programms grundsätzlich von jedem eingesehen werden, kommen Software-Fehler und Sicherheitslücken deutlich schneller an Licht. Zudem minimiert sich die Gefahr, dass Entwickler ihre Software heimlich mit unerwünschten Funktionalitäten (z. B. „Hintertüren“) ausstatten.

Um den Entwicklungsaufwand quelloffener Software finanziell aufzufangen, werden viele Open-Source-Projekte mit dualer Lizenzierung („Dual License“) vertrieben. Bei diesem Konzept der Software-Vermarktung bieten Hersteller neben der kostenlosen Community-Edition auch kommerzielle Versionen als kostenpflichtige Produkte an. Diese beinhalten neben einem professionellen Hersteller-Support oft auch ein erweitertes Funktionsspektrum.

Möchten Sie Ihren Webshop auf Basis kostenloser Open-Source-Software realisieren, sollten Sie aufgrund des fehlenden Herstellersupports deutlich mehr Zeit für die Einrichtung der Software einplanen. Zwar verfügen die meisten Open-Source-Projekte über eine ausführliche Dokumentation und hilfsbereite Nutzer-Communities, fundierte Fachkenntnisse sind bei einer Anpassung an individuelle Gegebenheiten in der Regel trotzdem erforderlich. Auch der Launch eines Onlineshops auf Basis quelloffener Software wird daher oft von einer spezialisierten Agentur begleitet. Bei komplexen Open-Source-Plattformen mit modularer Software-Architektur gehört der Weg über eine Agentur zum Standardvorgehen.

Auch wenn manche Open-Source-Projekte ein cloudbasiertes Nutzungsmodell anbieten (beispielsweise Magento), werden Open-Source-Webshops in der Regel im eigenen Rechenzentrum oder von einen kompetenten Drittanbieter gehostet. Selbst eine kostenlose Shop-Software verursacht somit im Betrieb laufende Kosten, die bei der Projektplanung berücksichtigt werden müssen.

Gemietete Webshops

Nicht nur bei der Bereitstellung der für einen Webshop benötigen Servergrundlage stehen professionelle Webhoster Onlinehändlern mit Rat und Tat zur Seite. Mittlerweise haben alle großen Akteure der Branchen cloudbasierte Mietshops ins Produktportfolio aufgenommen. Mietshop-Systeme richten sich in erster Linie an E-Commerce-Einsteiger. Diese verfügen nur selten über die benötigten Fachkenntnisse und ziehen es daher vor, die technische Grundlage ihres Webshops von einem kompetenten Dienstleister einrichten und warten zu lassen.

Als bereits vorkonfigurierte Komplettpakete sind Mietshops die schnellste Möglichkeit, einen Webshop online zu bringen. Anwender, die sich für das Shopsystem eines Anbieters entscheiden, der zugleich das Webhosting übernimmt, bekommen von diesem in der Regel neben dem benötigten Webspace auch eine Domain inklusive persönlicher E-Mail-Adresse für einen professionellen Online-Auftritt gestellt. Da der Webhoster in diesem Fall gleichzeitig als Internetdienstanbieter („Provider“) auftritt, spricht man von einem „Provider-Shop“.

Mietshops enthalten alle grundlegenden Funktionen eines professionellen Onlineshops, bieten im Vergleich zu den etablierten Open-Source-Lösungen jedoch deutlich begrenzte Individualisierungsmöglichkeiten. Für das Design des Shops stellt der Anbieter in der Regel verschiedene Layouts und Branchenvorlagen zur Verfügung, die im Rahmen eines Baukastensystems den eigenen Vorstellungen angepasst werden können.

Auch in Bezug auf den Funktionsumfang müssen Anwender mit Einschränkungen rechnen. Gemietete Webshops werden als Software-as-a-Service (SaaS) in abgestuften Leistungspaketen angeboten. Wie viele Produkte in einem Mietshop angeboten werden können und welche Bezahloptionen, Marketing-Werkzeuge und Drittanbieter-Schnittstellen zur Verfügung stehen, richtet sich danach, welcher Tarif gebucht wird. Limitierungen lassen sich durch ein Upgrade des Webshop-Pakets aufheben, das in der Regel ohne Weiteres möglich ist. Die Stärke des Mietshops ist somit seine Skalierbarkeit.

Ein weiterer Pluspunkt gemieteter Onlineshops ist der Kundenservice. Dieser steht Onlinehändlern nicht nur als Ansprechpartner bei technischen Problemen zur Seite; auch Sicherheit-Updates und die Wartung der Hardware- und Software-Grundlage fallen in den Zuständigkeitsbereich des Webhosters.

Open-Source-Webshops im Webhosting-Paket

Auch Webhostern ist die Beliebtheit quelloffener Software-Projekte nicht entgangen. Zahlreiche Anbieter kombinieren speziell vorkonfigurierte Hosting-Pakete mit einem professionellen Support für beliebte Open-Source-Webshops. Bei der Installation, Konfiguration und dem Betrieb Ihres Onlineshops können Anwender in diesem Fall auf einen kompetenten Servicepartner zurückgreifen. Dieser übernimmt in der Regel auch die Wartung der Hosting-Grundlage und kümmert sich um wichtige Updates und Sicherheitsfunktionen.

Ein Webhosting-Paket mit Shop-Support bietet somit einen ähnlichen Kundenservice wie ein klassischer Provider-Shop. So profitieren auch Laien von den Vorteilen quelloffener Shop-Lösungen, ohne die Sicherheit des Projekts und hinterlegter Kundendaten zu gefährden.

Webshop-Vergleich: Die beliebtesten Open-Source-Webshops im Überblick

Betrachtet man den Markt für Onlineshop-Software, springen vor allem zwei E-Commerce-Lösungen ins Auge: Mehr als 50 Prozent aller Onlinehändler weltweit setzen laut dem Analyse-Unternehmen BuiltWith auf das Webshop-System Magento oder das WordPress-Plug-in WooCommerce. Eine Gemeinsamkeit: Bei beiden Software-Lösungen handelt es sich um Open-Source-Projekte, die Anwendern grundsätzlich kostenlos zur Verfügung stehen. Vor allem der Mittelstand setzt auf das Lizenzmodell Open Source, um Geschäftsaktivitäten auf lukrative Onlinekanäle auszuweiten.

Wir nehmen den Markt für quelloffene Onlineshop-Software genauer unter die Lupe. Unsere Fragen: Was können die kostengünstigen E-Commerce-Lösungen? Für wen eignen sich Open-Source-Webshops? Und wann müssen Anwender auch bei quelloffener Software mit zusätzlichen Kosten rechnen?

Auch in Deutschland hat sich Onlineshop-Software mit Open-Source-Lizenz als beliebte Alternative zu proprietären Systemen etabliert. Zahlreiche Lösungen sind direkt auf den deutschen Markt zugeschnitten oder lassen sich durch kostenlose Plug-ins der hiesigen Rechtsprechung anpassen. In unserem Onlineshop-Software-Vergleich beschränken wir uns auf diese Systeme:

  • Magento 2.x Communtiy Edition (CE)
  • Shopware 5 Community Edition
  • OXID eShop 4.x Community Edition
  • WooCommerce
  • xt:commerce 5
  • Gambio GX3
  • PrestaShop 1.6 / 1.7

Magento

Magento ist eine quelloffene E-Commerce-Plattform des gleichnamigen Unternehmens Magento Inc. mit Sitz im kalifornischen Culver City. Die Shop-Software wird in einem dualen Lizenzsystem vertrieben. Neben der kostenlosen Community-Version steht Anwendern eine erweiterte Enterprise-Edition als kommerzielles Produkt zur Verfügung. Darüber hinaus kann die Magento Enterprise Cloud Edition als Software-as-a-Service in Anspruch genommen werden.

Ein signifikanter Anteil der Shop-Installationen auf dem deutschen Markt basiert auf Magento. Stellt man die beliebtesten Shop-Systeme bezogen auf erwirtschaftete Umsätze gegenüber, findet sich Magento nach individuellen Eigenentwicklungen, dem Amazon Webstore und SAP Hybris auf Platz 4 der Top-10-E-Commerce-Plattformen.

Magento überzeugt durch ein umfangreiches Funktionsspektrum und eine breite Palette an Erweiterungen. Zu den wichtigsten Features der kostenlosen Community-Version zählen:

  • die zentrale Steuerung mehrerer Websites über ein Administration-Panel
  • eine Google-Analytics-Integration
  • RSS-Feeds für neue Bestellungen sowie für knappe Lagerbestände
  • benutzerdefinierte Reports
  • erweiterte Import- und Exportfunktionen
  • suchmaschinenfreundliche URLs und URL-Rewriting
  • manuelle Metadaten für Produkt-, Kategorie- und Content-Seiten
  • ein integriertes Content-Management-System für Informationsseiten und Landingpages
  • eine automatisch generierte Google Sitemap
  • die optionale Social-Media-Integration
  • eine individuelle Anpassungen via Templates
  • eine umfassende Palette an Marketing-, Promotion- und Conversion-Tools

Die in PHP geschriebene Onlineshop-Software basiert auf dem Zend-Framework und greift auf ein relationales Datenbank-Management-System zurück. Auch wenn die modulare Plattform beliebig skalierbar ist, sollten Anwender leistungsstarke Server bereitstellen. Ist für eine stabile Hosting-Grundlage gesorgt, steht auch großen Webprojekten nichts im Weg.

Durch die weite Verbreitung der Software und eine rege Nutzergemeinde gehört Magento zu den am schnellsten wachsenden E-Commerce-Lösungen auf dem Markt. Schnelle Hilfe, Tipps und Erweiterungen finden Einsteiger in Anwenderforen und auf diversen Informationsplattformen. Einrichtung, Konfiguration und Betrieb der leistungsstarken E-Commerce-Plattform erfordern jedoch Fachkenntnisse. Professionellen Support bekommen Anwender im Rahmen der kostenpflichtigen Enterprise-Edition oder durch Businesspartner und Agenturen, die sich mit einem breiten Angebot an Serviceleistungen direkt an Magento-Nutzer richten.

Da die E-Commerce-Plattform ursprünglich für den amerikanischen Markt konzipiert wurde, wird die Magento-Grundinstallation den rechtlichen Bestimmungen in Deutschland in einigen Punkten nicht gerecht. Schließen lässt sich diese Lücke mithilfe von Modulen. Anwender vertrauen bei der Auswahl in der Regel auf spezialisierte Agenturen. Zudem gibt es mit Magento DE ein bereits vorkonfiguriertes Gesamtpaket für den deutschen Markt. Bereitgestellt wird dieses von der Meet Magento Association.

Tipp

Auch 1&1 bietet Ihnen ein auf den deutschen Markt zugeschnittenes Magento-Hosting auf dedizierter Hardware inklusive 1-Klick-Installation und Experten-Support.

Vorteile Nachteile
✔ Modulare, beliebig skalierbare E-Commerce-Plattform ✘ Großer Einarbeitungsaufwand aufgrund der Komplexität der leistungsstarken Plattform
✔ Enormer Funktionsumfang ✘ Hohe Anforderungen an die Hardware
✔ Multishop- und Mandantenfähig ✘ Hohe Kosten für die Hosting-Grundlage
✔ Für Mehrsprachige Onlineshops geeignet ✘ Für Betrieb und Wartung sind fundierte Fachkenntnisse erforderlich (in der Regel werden qualifizierte Agenturen in Anspruch genommen)
✔ Große Auswahl an Erweiterungsmodulen, Templates und professionellen Servicepartnern  

Shopware

Auch die Shopware AG mit Sitz im nordrhein-westfälischen Schöppingen bietet Ihre gleichnamige E-Commerce-Lösung in einem dualen Lizenzsystems an. Seit 2010 steht Anwendern neben den Versionen Enterprise, Professional und Professional Plus auch eine kostenlose Community-Edition zur Verfügung. Mit 16 Jahren Markterfahrung, 100 Mitarbeitern und mehr als 54.000 Kunden hat sich das eigenkapitalfinanzierte Unternehmen als feste Größe in der deutschsprachigen E-Commerce-Szene etabliert.

Shopware überzeugt in der Enterprise-Edition durch umfangreiche Marketing-Features für ein emotionales Storytelling. Ziel der Entwickler ist es, Onlineshopping bunter, gefühlvoller und vielfältiger zu gestalten. Nutzer der Community-Edition hingegen müssen mit einem deutlich eingeschränkten Funktionsumfang auskommen oder auf kostenpflichtige Erweiterungen zurückgreifen. Zudem bietet Shopware für die kostenlose Version keine Herstellergewährleistung. Hilfe finden Anwender jedoch in einem öffentlichen Onlineforum, das in die Unternehmens-Website eingebunden ist.

Die E-Commerce-Plattformen richten sich in erste Linie an kleine und mittelständische Unternehmen, die B2C-Konzepte realisieren möchte. Seit 2016 steht mit Shopware Connect zudem eine umfangreiche Dropshipping-Plattform zur Verfügung. Diese ermöglicht es Nutzern der Software, Verbindungen zu anderen Händlern aufzubauen, um die eigenen Artikel über Partnershops zu vertreiben oder passende Fremdartikel in den eigenen Webshop einzubinden.

Hinweis

Dropshipping ist eine Variante des B2B-Marketings, bei der Händler Produkte von Lieferanten beziehen und an Endkunden weiterverkaufen, ohne mit der Ware in Kontakt zu kommen. Onlineshop-Betreiber haben so die Möglichkeit, neue Produkte testweise ins Sortiment aufzunehmen, ohne die Kapitalbindung durch einen zusätzlichen Aufwand für die Lagerhaltung zu erhöhen.

Das in PHP geschriebene Shopsystem überzeugt durch ein nutzerfreundliches Backend und umfangreiche Erweiterungsmöglichkeiten. Zentrale Features der Community-Version sind:

  • die intuitive Gestaltung des Webshops ohne Programmierkenntnisse
  • ein konsequentes Flat-Design
  • responsive Bilder
  • Off-Canvas-Menüs und für Touchgesten optimierte Bedienelemente
  • die integrierte SEO-Optimierung
  •  B2B-Funktionalitäten durch die optionale Dropshipping-Plattform
  • Multishopfähigkeit ab Shopware 5.2

Eine Live-Demo der E-Commerce-Plattform Shopware finden Sie unter www.shopwaredemo.de. Hier bekommen Sie auch einen Einblick ins Backend der Onlineshop-Software.

Für eine individuelle Umsetzung kreativer Shop-Konzepte lassen sich über den Shopware-Store mehr als 2.000 Plug-ins beziehen, die direkt vom Hersteller oder von zertifizierten Shopware-Partnern überwiegend kostenpflichtig zur Verfügung stellt werden. Zahlreiche Premium-Plug-ins setzen jedoch den Erwerb einer kommerziellen Shopware-Lizenz voraus.

Darüber hinaus bietet das Unternehmen ein umfangreiches Portfolio professioneller, zum Teil responsiver Themes sowie Schulungsangebote für Shop-Betreiber, Vertriebspartner und Software-Entwickler an.

Während die Premium-Plug-ins bis Version 5.1.x ausschließlich verschlüsselt vorlagen, verzichtet Shopware ab Version 5.2 auf die Kodierung via ionCube und ermöglicht Entwicklern und Partnern auch hier eine individuelle Anpassung. Im gleichen Schritt wurde die Multishop-Funktion auf die Community-Edition ausgeweitet. Subshop-Lizenzen, die zuvor kostenpflichtig waren, sind seit Version 5.2 teil des Shopware-Kerns und somit in allen Editionen kostenlos enthalten.

Erwerben Anwender eine kommerzielle Lizenz, beinhaltet die E-Commerce-Plattform im Backend bereits elementare Warenwirtschaftsfunktionen wie die Lagerbestandskontrolle, automatisierte Bestellvorgänge sowie Werkzeuge für die Auswertung von Geschäftszahlen.

Vorteile Nachteile
✔ Übersichtliches Backend ✘ Zentrale Funktionen werden in kostenpflichtige Premium-Plug-ins ausgelagert
✔ Templates lassen sich intuitiv per Drag-and-Drop anpassen ✘ Advanced Features wie Shopware Storytelling, Digital Publishing und Shopware ERP Powered by Pickware setzen den Erwerb einer kommerziellen Lizenz voraus
✔ Community-Edition ab Version 5.2 multishopfähig  
✔ Optionale Dropshipping-Plattform  

OXID eShop

Bei OXID eShop andelt es sich um eine E-Commerce-Plattform der OXID eSales AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau, die sich vor allem in Deutschland großer Beliebtheit erfreut. Die Software steht Anwendern als quelloffene Community-Version sowie für den kommerziellen Bereich als Professional-Edition und Enterprise-Edition zur Verfügung. Primäre Zielgruppe der Onlineshop-Lösung sind kleine und mittlere Unternehmen im B2C-Bereich. Seit 2015 wurde die Produktpalette um eine Enterprise-B2B-Edition ergänzt.

Mit einer großen Auswahl an Erweiterungen und zahlreichen Schnittstellen zur Anbindung an Drittanbietersysteme hat sich OXID eShops als flexible, gut skalierbare Alternative zu Shopware und Magento etabliert. Die PHP-basierte E-Commerce-Plattform überzeugt durch eine modulare Architektur, durch die sich der schlanke Software-Kern an den jeweiligen Einsatzzweck anpassen lässt. Anwender greifen dabei auf eine Vielzahl bereits existierender Module zurück oder binden neue Funktionalitäten mithilfe selbstentwickelter Erweiterungen über die OXID-API ein. Software-Module werden über den internationalen Marktplatz OXID Exchange zur Verfügung gestellt. Das Preisspektrum reicht von Gratismodulen bis hin zu Erweiterungen, die mit mehreren Tausend Euro zu Buche schlagen.

Bereits in der quelloffenen Community-Version bietet OXID eShop den gleichen Funktionsumfang wie in der Professional-Edition. Anwender verzichten lediglich auf die ERP/SOAP-Schnittstelle und den professionellen Hersteller-Support. Der volle Funktionsumfang inklusive Mandantenfähigkeit, Cache-Management, B2B-Features sowie Rechte- und Rollenverwaltung steht Anwendern jedoch erst in der Enterprise-Edition zur Verfügung.

Highlights der Community-Version sind:

  • ein integriertes Content-Management-system (CMS)
  • ein Web-2.0-Paket inklusive Tagging, Rating und Facebook-Integration
  • die optionale Anbindung an die E-Commerce Intelligence Plattform OXID eFire
  • ein suchmaschinenfreundliches Softwaredesign

Auch mehrsprachige Webshops lassen sich bereits mit der kostenlosen Community-Version umsetzen. Anwendern steht dazu eine zentrale Sprachverwaltung zur Verfügung. Die jeweiligen Sprachpakte lassen sich zu überschaubaren Prisen via OXID eXchange erwerben und bei Bedarf einbinden.

Um Kunden auf verschiedenen Endgeräten die bestmögliche User-Experience zu bieten, beinhaltet OXID eShop in allen Editionen ein responsives Template. Ein individuelles Webshop-Design lässt sich über die integrierte Template-Engine Smarty realisieren.

Während die Software mit einem gut strukturierten Frontend daherkommt, wirkt das Backend im Vergleich zu anderen Onlineshop-Lösungen wenig intuitiv. Einen Eindruck der Software im Praxiseinsatz erhalten Sie im Demoshop auf Basis der OXID eShop Professional Edition. Dieser gewährt auch einen Einblick in das Backend der Software. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Vorteile Nachteile
✔ Modulare, gut skalierbare Onlineshop-Software ✘ Multishops und Mandantenfähigkeit wird erst ab der Enterprise-Edition unterstützt
✔ Multilinguale Shop-Konzepte lassen sich bereits mit der Community-Edition umsetzen ✘ Unübersichtliches Backend
✔ Integriertes CMS ✘ Zahlreiche Erweiterungen, die über OXID Exchange bezogen werden können, setzen eine kommerzielle Lizenz voraus.

WooCommerce

Bei WooCommerce handelt es sich um ein WordPress-Plug-in, mit dem sich das beliebte Content-Management-System um weitreichende E-Commerce-Funktionalitäten erweitern lässt. Ursprünglich von WooThemes entwickelt, steht das Projekt heute unter der Schirmherrschaft von Automattic. Die quelloffene Software integriert sich nahtlos ist eine bestehende WordPress-Website und lässt sich durch mehr als 300 Erweiterungen individuellen Bedürfnissen anpassen. Die Software profitiert von der weiten Verbreitung des WordPress-CMS und stellt laut BuiltWith die Grundlage für 28 Prozent aller Onlineshops weltweit dar.

Das Plug-in WooCommerce ist kostenlos. Viele Funktionen stehen Anwendern jedoch nur im Zusammenhang mit kostenpflichtigen Premium-Plug-ins zur Verfügung. Zu den zentralen Features des WooCommerce-Kerns zählen:

  • diverse vorinstallierte Zahlungsmöglichkeiten
  • Funktionen im Rahmen der Geolokalisierung
  • flexible Versandoptionen
  • integrierte Funktionen zur Steuerberechnung
  • ein Coupon-System
  • eine Unterstützung für Download-Produkte (z. B. MP3s oder E-Books)
  • grundlegende Reporting- und Analyse-Funktionen
  • Werkzeuge für das Kundenbeziehungsmanagement

WooCommerce enthält ein Basis-Template für alle Gestaltungselemente des Onlineshops und lässt sich so prinzipiell mit jedem WordPress-Theme kombinieren. Zudem können Anwender spezielle WooCommerce-Themes erwerben, um Design und Layout des Basis-Shops den eigenen Vorstellungen entsprechend anzupassen. Eine Live-Vorschau des offiziellen WooCommerce Standard-Themes Storefront finden Sie unter demo.woothemes.com/storefront.

In der Suchmaschine profitiert das WooCommerce-Plug-in von seiner CMS-Grundlage. WordPress gilt bereits in der Standardinstallation als suchmaschinenfreundlich und lässt sich durch diverse SEO-Erweiterungen ideal auf die Bedürfnisse von Google, Bing und Co. anpassen.

Der WooCommerce-Kern ist mobilfreundlich gestaltet. Wie gut ein Shop auf Basis des WordPress-Plug-ins auf mobilen Endgeräten dargestellt wird, hängt jedoch in erster Linie mit der Wahl des jeweiligen Templates zusammen.

Im Bereich des Enterprise-Resource-Plannings (ERP) kann das flexible Onlineshop-Plug-in mit professionellen E-Commerce-Plattformen bisher nicht mithalten. Schnittstellen zu professionellen ERP-Lösungen werden nicht bereitgestellt.

Um WooCommerce an die Rechtslage des deutschen Marktes anzupassen, müssen Onlinehändler das Plug-in WooCommerce Germanized installieren. Dieses steht kostenlos über die deutschsprachige WordPress-Website zur Verfügung. Eine kostenpflichtige Pro-Version ist beim Entwickler Vendidero erhältlich. Als Alternative steht das rein kommerzielle Produkt WooCommerce German Market zur Verfügung.

Tipp

Wie Sie einen Onlineshop mit WordPress aufbauen, erfahren sie in unserem weiterführenden Artikel zum Thema. Ein professionelles WordPress-Hosting inklusive WooCommerce finden Sie auch bei 1&1.

Vorteile Nachteile
✔ Günstige Alternative zu professionellen Shop-Systemen ✘ WooCommerce ist abhängig von einer WordPress-Installation
✔ Schnelle Inbetriebnahme und einfache Bedienung: Plug-in erweitert das WordPress-Backend lediglich um die Onlineshop-Funktionalitäten ✘ Keine Schnittstellen zu professionellen ERP-Lösungen
✔ Weite Verbreitung und große Community ✘ Fokus auf US-Markt: Rechtssicherer Einsatz in Deutschland nur mit zusätzlichem Plug-in möglich

xt:Commerce

xt:Commerce gilt als Urgestein auf dem deutschen E-Commerce-Markt. Eine große Verbreitung fand die Software vor allem in der quelloffenen Version 3. Obwohl die Entwicklung der auf osCommerce basierenden Onlineshop-Lösung im Jahr 2006 eingestellt wurde, ist xt:Commerce 3 nach wie vor im Einsatz. Zudem stellt die Open-Source-Software die Basis zahlreicher Forks wie Gambio oder modified eCommerce Shopsoftware (ehemals xtcModified) dar.

Im Jahr 2011 hat die xt:Commerce GmbH dem Open-Source-Modell den Rücken gekehrt und mit xt:Commerce Veyton eine teilverschlüsselte Version des Onlineshop-Software auf den Markt gebracht. Gleiches gilt für die aktuelle Version 5, die als Einzelshop- oder Multishop-Variante nun ausschließlich zahlenden Kunden zur Verfügung steht.

Die proprietäre Webshop-Lösung xt:Commerce 5 weist gegenüber ihren Vorgängerversionen fundamentale Änderungen auf, die die Lösung an die Anforderungen des modernen Onlinehandels anpassen. Zu den wesentlichen Änderungen gehören:

  • die Kompatibilität zu aktuellen Webstandards (PHP 7.0.x und MySQL 5.7.x)
  • ein neues responsives Template
  • das Update der Template Engine Smarty auf die aktuelle Version 3.1

Eine Möglichkeit, die aktuelle Version des Shopsystems aus Kundensicht zu testen, bietet xt:Commerce mit eine Live-Demo.

Die E-Commerce-Plattform verfügt bereits in der Grundinstallation über ein umfangreiches Funktionsspektrum. Zu den Highlights gehören:

  • die zentrale Kunden- und Bestellverwaltung
  • Multilingualität
  • suchmaschinenfreundliche URLs
  • das responsive Standard-Template

Zur Individualisierung der modularen Software werden zahlreiche Plug-ins wie xt:Gutschein, xt:Commerce Facebook-Shop oder xt:Blog angeboten. Zudem stellt die Software diverse Schnittstellen zu gängigen Warenwirtschaftssystemen zur Verfügung. Die Auswahl professioneller Templates und Skins ist im Vergleich zu anderen E-Commerce-Plattformen überschaubar.

Während xt:Commerce 3 als wenig nutzerfreundlich galt, steht Anwendern seit Version 4 der Onlineshop-Software ein komplett überarbeitetes Backend zur Verfügung. Die Administration erfolgt browserbasiert im Stil einer Desktop-Anwendung.

Vorteile Nachteile
✔ Responsives Standardtemplate ✘ Nur als kostenpflichtige Software-Version erhältlich
✔ Hohes Integrationsniveau: diverse Schnittstellen zu etabliertes Warenwirtschaftssystemen ✘ Seit Version 4 kein Open-Source-Projekt mehr
✔ Für mehrsprachige Onlineshops geeignet ✘ Professionelle Templates und Erweiterungen vergleichsweise teuer
  ✘ Multishops- und Mandantenfähigkeit setzt setzen den Erwerb der Multishop-Version voraus

Gambio

Die Onlineshop-Software Gambio ist als Fork aus xt:Commerce 3 hervorgegangen und wird von der Gambio GmbH mit Sitz in Bremen als eigenständiges Open-Source-Projekt weiterentwickelt. Die Software steht unter GPL/GNU-Lizenz, wird vom Entwicklerteam jedoch ausschließlich in Kombination mit einem kostenpflichtigen Support-Paket angeboten. Neben einer 12-monatigen Gewährleistung enthält der kostenpflichtige Download einen proprietärer Stylesheet-Editor sowie ein PDF-Modul. Ohne Support kann das quelloffene Shopsystem nur über Drittanbieter bezogen werden. Der Gambio GmbH zufolge setzten in der D-A-CH-Region rund 20.000 kleine bis durchschnittlich große Onlineshops auf die E-Commerce-Plattform aus Bremen.

Seit Mai 2016 steht Anwendern Gambio GX3 mit neuer Systemarchitektur und komplett überarbeitetem Backend zur Verfügung. Mit der neuen Version Ihrer E-Commerce-Lösung möchte die Gambio GmbH das Image des angestaubten xt:Commerce-Forks abschütteln und den eigenen Einflussbereich auf große Onlinehändler ausweiten. Der Pressemitteilung zufolge strebt das Unternehmen mit dem Release von GX3 die Metamorphose von der etablierten Einsteigerlösung hin zum hochmodernen Profi-System an.

Um das Interesse professioneller Agenturen zu wecken, stellt Gambio in Version 3 mit einer gut dokumentierten REST-API erstmals eine standardisierte Schnittstelle für Entwickler zur Verfügung. Und auch die Entwicklung eigener Templates und Layouts soll leichter von der Hand gehen. Das responsive Standard-Template „Honeygrid“ basiert auf etablierten Standards wie dem CSS-Framework Bootstrap, HTML 5, SASS und jquery und lässt sich mit dem mitgelieferten Stylesheet-Editor StyleEdit auch ohne Programmierkenntnisse an individuelle Bedürfnisse anpassen.

Das Funktionsspektrum der Software umfasst:

  • suchmaschinenfreundliche URLs

  • ein CSV-Import-/Export-Modul

  • Schnittstellen zu relevanten Bezahlanbietern, Warenwirtschaftssystemen und Preisvergleichsportalen

  • ein Gutscheinsystem

  • eine integrierte Lagerverwaltung

  • ein Newsletter-System

  • ein shopinternes Bewertungssystem

  • eine Unterstützung für Download-Artikel

  • Rechnungen und Lieferscheine im PDF-Format

  • eine Vorzertifizierung für Trusted Shops

Eine offizielle Live-Demo inklusive Backend-Zugriff stellt die Gambio GmbH unter gambio-shop.de/shop1/ zur Verfügung.

Vorteile Nachteile
✔ Diverse Schnittstellen für Warenwirtschaftssysteme, Finanzbuchhaltung, ERP, Preissuchmaschinen, Vergleichsportale und Onlinemarktplätze ✘ Über den Hersteller nur inklusive kostenpflichtigem Support erhältlich
✔ Alle Features inklusive; Gambio-Module verursachen keine weiteren Kosten ✘ Nicht Multishopfähig

PrestaShop

Die in Frankreich entwickelte E-Commerce-Plattform PrestaShop wird laut eigenen Angaben von mehr als 250.000 Onlinehändlern in über 200 Ländern verwendet. Die internationale Ausrichtung der Software zeigt sich in diversen Sprachversionen. Onlinehändlern hierzulande kommt die Vorzertifizierung für den deutschen Markt zugute.

Hinweis

Die aktuelle Version der Open-Source-Software wird als kostenloser Download auf der Herstellerseite bereitgestellt. Zudem wird ein professionelles PrestaShop-Hosting über den offiziellen Partner 1&1 angeboten.

Mit einem Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen richtet sich PrestaShop an Einsteiger, die mit einer kostengünstigen E-Commerce-Lösung schnell und unkompliziert online gehen möchten. Die Software kombiniert ein beeindruckendes Funktionsspektrum mit einer übersichtlichen, gut strukturierten Benutzeroberfläche. Wie die anderen hier vorgestellten Shopsysteme wird auch PrestaShop bequem über den Webbrowser administriert. Anders als Magento lässt sich PrestaShop in der Regel auch ohne Agenturdienste und die Unterstützung spezialisierter Entwickler installieren und konfigurieren. Highlights der mehr als 300 standardmäßig integrierten Funktionen sind:

  • ein responsives Frontend

  • eine Shop-Funktion für digitale Produkte

  • Schnittstellen zu etablierten Bezahlanbietern

  • eine Kundenbewertungsfunktion und Produktempfehlungen via Social Media

  • ein Kundenservice-Tool zum Management von Kundenanfragen

  • ein integriertes Tool zur Abwicklung von Retouren

  • Newsletter und Mailing-Werkzeuge

  • ein System für Treue-, Bonus- und Coupon-Aktionen

  • Multishopfähigkeit und Multilingualität

  • ein auf Nutzerrollen basierendes Rechtemanagement

  • ein integriertes CMS für Standardseiten wie „Über uns“ oder „AGB“

  • Warenwirtschaftsfunktionen inklusive Lagerverwaltung

  • ein zentrales Dashboard mit Analyse- und Berichtsfunktionen

Darüber hinaus stehen über den PrestaShop-Add-ons-Marketplace mehr als 3.000 Erweiterungsmodule und diverse professionelle Grafik-Templates zur Verfügung – viele davon in responsivem Design. Anwender, die den kostenlosen Software-Kern um Add-ons erweitern möchten, müssen jedoch mit zusätzlichen Kosten rechnen. PrestaShop-Module vom Kernentwicklerteam und offiziellen Partnern sind vergleichsweise teuer.

Auch PrestaShop bietet einen Demo-Shop. Hier bekommen Interessenten einen Eindruck der Software aus Kundensicht und wechseln bei Bedarf ohne Anmeldung in die Backend-Ansicht.

Ab Version 1.7 hat das Entwicklerteam sich vom selbstentwickelten Framework der Vorgängerversionen verabschiedet und stattdessen Symphony2 in die Core-Codebasis integriert. Das Open-Source-Framework ist in der Szene weit verbreitet, soll Entwicklern einen schnellen Einstieg in die Arbeit mit dem Shopsystem ermöglichen und den Wartungsaufwand der Software reduzieren.

Zudem kommt PrestaShop 1.7 mit einer neuen Template-Struktur daher. Ein minimalistisches Starter-Template erlaubt es Anwendern, bereits mit grundlegenden HTML- und CSS-Kenntnissen ein professionelles Template zu erstellen. Das Starter-Template ist zwar voll funktionsfähig, weist jedoch kein Styling auf und kann dadurch mit jeder beliebigen Frontend-Technologie an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Den schnellen einstig ermöglicht die kostenlose Standard-Vorlage „Classic“ auf Basis des Starter-Templates. Classic ist responsiv und beinhaltet das CSS-Framework Bootstrap 4. Mit dem Live-Konfigurator realisieren Anwender mit geringem Aufwand eine individuelle Shop-Gestaltung.

PrestaShop ist ideal auf die Bedürfnisse des internationalen Onlinehandels angepasst. Mit der etablierten Version 1.6 lassen sich Webseiten in 65 Sprachen übersetzen. Für PrestaShop 1.7, das Ende 2016 auf den Markt kam, stehen Übersetzungen in 25 Sprachen zur Verfügung. Das System ist bereits in der Standardinstallation multishopfähig und ermöglicht Anwendern somit, ihr Produktangebot auf beliebig viele Subshops aufzuteilen.

Vorteile Nachteile
✔ Kostenlose Open-Source-Software mit mehr als 300 Funktionen ✘ Erweiterungsmodule für PrestaShop sind relativ teuer
✔ Bereits ohne Erweiterungsmodul multishopfähig  
✔ Für multilinguale Shop-Konzepte geeignet  
✔ Für den Einsatz auf dem deutschen Markt vorzertifiziert  

1&1 E-Shop

Als Alternative zu den genannten E-Commerce-Plattformen bietet sich der 1&1 E-Shop an. Unsere E-Commerce-Lösung kombiniert das ausgezeichnete 1&1 Webhosting mit einer leistungsstarken Webshop-Software. Mit wenigen Klicks errichten Sie Ihr eigenes Onlinebusiness und überraschen Kunden und Wettbewerber mit einer Time-to-Market in Rekordzeit.

Der 1&1 E-Shop basiert auf der preisgekrönten E-Commerce-Software ePages, die speziell für die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen konzipiert wurde. Die White-Label-Lösung bietet alle Features, die Einsteiger und erfahrene Online-Händler benötigen, um mit geringem Budget ein erfolgreiches Online-Business in einem wettbewerbsorientierten Umfeld aufzubauen.

Ein optimierter Onboarding-Prozess, zahlreiche Dritt-Anbieter-Schnittstellen, eine umfassende Dokumentation sowie Webinare und Live-Events geben Online-Händlern die Möglichkeit, tief in die Welt des E-Commerce einzutauchen und die eigene Marke professionell zu bewerben.

Highlights der 1&1 E-Shop-Lösungen sind:

  • Mobilfreundliches Shop-Front-End
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung
  • Downloadprodukte wie MP3s und E-Books
  • Personalisierte Produkte
  • Produkt-Bundling und Cross-Selling
  • Gutscheine
  • SEO-Cockpit für den Erfolg in der Suchmaschine
  • Automatische Steuereinstellungen
  • Schnittstellen zu Online-Marktplätzen und Preissuchmaschinen
  • Schnittstellen zu den beliebtesten Bezahlanbietern
  • Anbindung an etablierte Versand-Methoden (DHL, Packlink und Sendcloud)
  • Detaillierte Produktsuche mit Vorschlagfunktion
  • bis zu 15 Sprachen und mehr als 100 Währungen
  • Sicherheit durch SSL-Zertifikat
  • App- und Theme-Store mit diversen Drittanbieter-Anwendungen und Shop-Designs

Mit unserem intuitiven Baukastensystem kreieren Sie ganz ohne Programmierkenntnisse individuelle Webshops im mobilfreundlichen Design. Dazu stehen Ihnen im Administrationsbereich neben der Schnellgestaltung erweiterte Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Alle Design-Vorlagen des 1&1 E-Shops sind voll responsiv. Ihr Shop passt sich somit automatisch an die Bildschirmgröße jedes beliebigen Endgeräts an.

Über das Dashboard auf der Startseite des Administrationsbereichs behalten Sie stets den Überblick über Ihr Online-Business. Alle Dashboard-Widgets lassen sich per Drag & Drop individuell positionieren.

Per Klick vernetzen Sie sich mit etablierten Online-Marktplätzen (Amazon, eBay) oder Preisvergleich-Portalen (Idealo.de, Billiger.de, Günstiger.de oder Google Shopping) und realisieren mit der integrierten Facebook-Schnittstelle und professionellen Newsletter-Werkzeugen ein zeitgemäßes Multi-Channel-Marketing.

Über den gut ausgestattete App- und Theme-Store stehen Ihnen diverse Drittanbieter-Services wie ERP- oder POS-Lösungen, Versanddienstleistungen, Newsletter-Tools sowie Software zur Bildoptimierung zur Verfügung.

Auf Wunsch binden Sie Ihren 1&1 E-Shop direkt an beliebte Content-Management-Systeme wie WordPress oder CM4All an.

Vorteile Nachteile
✔ Dank optimiertem Onboarding-Prozess in 30 Minuten zum verkaufsfähigen Shop ✘ Nicht B2B-fähig
✔ Durch responsives Design für Mobile-Shopping optimiert ✘ Nicht mandantenfähig
✔ SSL-Verschlüsselung des gesamten Shops  
✔ Umfangreicher App- und Theme-Store  

Die beliebtesten Open-Source-Webshops in der Vergleichstabelle

Nachfolgend finden Sie die beschriebenen E-Commerce-Lösungen in einer übersichtlichen Vergleichstabelle. Die Gegenüberstellung umfasst die zentralen Kriterien bei der Auswahl der geeigneten Onlineshop-Software.

Funktionen Magento Shopware OXID WooCommerce für WordPress
Kostenfreie Version verfügbar
Preis für kostenpflichtige Version(en) Sehr hoch Jährliche Zahlung Preise auf Anfrage Die Kosten der Magento Enterprise-Edition basieren auf dem Installationsumfang – die günstigen Pakete kosten in der Regel ca. 21.000 € pro Jahr. Hoch Einmalige Zahlung Professional: 1.295 € Professional Plus: 5.995 € Enterprise Edition: ab 19.995 € Den genauen Preis für die Version erhalten Interessenten auf Anfrage Hoch Einmalige Zahlung OXID Professional Edition: 1.459 € OXID Enterprise Edition: 14.900 € Keine kostenpflichtige Version im Angebot
In erster Linie geeignet für Durchschnittlich große bis große Projekte Kleine bis durchschnittlich große Projekte Durchschnittlich große bis große Projekte Kleine bis durchschnittlich große Projekte
B2C
B2B Nur in der kostenpflichtigen Enterprise-B2B-Edition
Mandantenfähig Nur in der kostenpflichtigen Enterprise-Edition
Multishop-Fähigkeit Nur in der kostenpflichtigen Enterprise-Edition Mit Plug-in realisierbar
Rechte- und Rollensystem Nur in der kostenpflichtigen Enterprise-Edition Nutzt die WordPress-Benutzerverwaltung
Für internationale Projekte geeignet
Multichannel-Unterstützung
Anzahl der Produkte unbegrenzt
Reports und Statistiken
Responsives Frontend
Programmierkenntnisse erforderlich
Bedienung der Software
Funktionsumfang/Erweiterungen
Optionen zur SEO-gerechten Aufbereitung
Funktionen xt:Commerce PrestaShop Gambio 1&1 E-Shop
Kostenfreie Version verfügbar 30 Tage Geld-zurück-Garantie
Preis für kostenpflichtige Version(en) Durchschnittlich Einmalige Zahlung Einzelshop: 449 € Multishop: ab 699 € Im Cloud-Modell ab 39 € pro Monat Keine kostenpflichtige Version im Angebot Niedrig Einmalige Zahlung Ca. 150 € für die aktuelle Version inkl. 1 Jahr Service, Support und Updates Niedrig Zahlung jährlich oder monatlich möglich Die vier Pakete mit jeweils unterschiedlichem Leistungsportfolio sind zu folgenden Preisen (pro Monat) erhältlich: Starter: 14,99€ Basic: 19,99€ Plus: 39,99€ Unlimited: 69,99€ Abweichende Preise durch Preiskampagnen möglich. Aktuell: 12 Monate Vergünstigung bei 12-Monats-Vertrag: Starter 0,99€ Basic: 9,99€ Plus: 19,99€ Unlimited: 39,99€
In erster Linie geeignet für Kleine bis durchschnittlich große Projekte Kleine bis durchschnittlich große Projekte Kleine Projekte Kleine bis durchschnittlich große Projekte
B2C
B2B Erfordert eine Anpassung durch kostenpflichtige Module Nur in der kostenpflichtigen Enterprise-B2B-Edition
Mandantenfähig Nur in der Multishop-Version
Multishop-Fähigkeit Nur in der kostenpflichtigen Enterprise-Edition Mit Plug-in realisierbar
Rechte- und Rollensystem
Für internationale Projekte geeignet
Multichannel-Unterstützung
Anzahl der Produkte unbegrenzt Je nach E-Shop-Tarif
Reports und Statistiken
Responsives Frontend
Programmierkenntnisse erforderlich
Bedienung der Software
Funktionsumfang/Erweiterungen
Optionen zur SEO-gerechten Aufbereitung

Welches Shopsystem ist das Richtige für Sie?

Der Einstieg in den Onlinehandel ist in jedem Fall mit Investitionen verbunden und sollte daher mit Blick auf die Zukunft erfolgen. Gerade E-Commerce-Einsteigern fällt es oft schwer, das unüberschaubare Angebot professioneller E-Commerce-Lösungen auf die passenden Systeme für das eigene Vorhaben einzugrenzen. Um Fehlinvestitionen zu vermeiden, sollte die Auswahl der Software daher auf Basis gewissenhafter Planung und intensiver Vorbereitung erfolgen. Denn ein späterer Wechsel der Plattform ist in der Regel mit massiven Kosten und einem hohen Zeiteinsatz verbunden.

Im ersten Schritt gilt es, das eigene Geschäftsmodell zu hinterfragen und zentrale Handlungsfelder auf dem Weg zum eigenen Onlineshop zu identifizieren. Erst darauf aufbauend lässt sich ein Businessplan für den Onlinehandel und das Anforderungsprofil für die benötigte E-Commerce-Lösung erstellen. Diese dient später als Grundlage für die Auswahl der Onlineshop-Software und die Planung etwaiger Software-Anpassungen.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat in diesem Zusammenhang eine Broschüre veröffentlicht, die E-Commerce-Einsteigern diverse Hinweise und Anregungen zur Planung eines Onlineshops mit auf dem Weg gibt. In Form eines Fragenkatalogs werden zentrale Voraussetzungen für das geplante Geschäftsmodell auf den Prüfstand gestellt:

  • Welche Vorerfahrungen haben Sie oder Ihre Mitarbeiter mit Onlineshops oder E-Commerce im Allgemeinen?

  • Wie groß sind Ihre theoretischen und praktischen Kenntnisse hinsichtlich der Einrichtung und Pflege eines Webshops?

  • Planen Sie den Betrieb des Onlineshops als neben- oder als hauptberufliche Tätigkeit?

  • Ist der Onlineshop die einzige Verkaufsplattform oder existieren daneben weitere Verkaufsstellen? Falls Letzteres: Soll das Offlinegeschäft mit dem Onlineshop vernetzt werden?

  • Welche Güter möchten Sie online verkaufen?

  • Wie viele Produkte wollen Sie über den Webshop anbieten?

  • Welche Märkte möchten Sie bedienen? Welche Sprachen möchten Sie dabei abbilden?

  • Wie hoch ist das voraussichtliche Auftragsvolumen?

  • Wie hoch ist das Budget für Ihren Onlineshop?

Mit Fragen wie diesen ermitteln Sie, ob Ihr fachliches Know-how sowie die finanziellen und personellen Ressourcen Ihres Unternehmens den Anforderungen des geplanten Onlineprojekts entsprechen. Beachten Sie: Auch die leistungsstärkste Webshop-Lösung nützt Ihnen wenig, wenn sie diese nicht effektiv zu bedienen wissen. Besitzen Sie selbst keine Vorerfahrung, lassen Sie sich von professionellen Dienstleistern unter die Arme greifen – sofern Ihr Budget diese Ausgaben erlaubt.

Darüber hinaus liefert Ihnen die BVDW-Publikation eine umfangreiche Checkliste der wesentlichen Onlineshop-Funktionen in Bezug auf Darstellung, Verwaltung, Navigation, Marketing, Vertrieb, Kundenmanagement, Bestellung sowie Suchmaschinenoptimierung und Kundenservice. Je nachdem welche Funktionen Sie in das Anforderungsprofil ihrer Onlineshop-Software aufnehmen, lassen sich Empfehlungen für proprietäre Lösungen, Enterprise-Plattformen, Open-Source-Software oder Mietshops geben.

Des Weiteren sollten Sie sich Gedanken über die mittel- und langfristige Perspektive Ihres Onlineprojekts machen. Streben Sie mit Ihrem Projekt ein großes Wachstum an, sollte das gewählte Shopsystem über die entsprechenden Kapazitäten verfügen oder mit den steigenden Anforderungen wachsen. Hier lautet das Stichwort Skalierbarkeit.

Wählen Sie von Anfang an eine flexible Onlineshop-Software, reduzieren Sie anfängliche Investitionskosten und halten sich die Möglichkeit offen, Ihr E-Commerce-System bei Bedarf zu erweitern. Umsetzbar ist eine solche Strategie beispielsweise mit modular aufgebauten Webshop-Systemen oder individuell anpassbaren Cloud-Lösungen.

Weitere Tipps und Informationen zum Erstellen eines Webshops entnehmen Sie unserem Ratgeberbeitrag „Onlineshop gründen“.

Fazit: Individuelle Ansprüche und Vorlieben entscheiden

Unser Webshop-Vergleich zeigt: Die eierlegende Wollmilchsau für den elektronischen Handel wurde bisher noch nicht entwickelt. Auch unter den etablierten Open-Source-Plattformen werden Sie die Universal-Lösung für alle Anwendungsfälle vergeblich suchen.

Komplexe Profi-Systeme wie Magento lassen zwar in Bezug auf das Funktionsspektrum kaum einen Wunsch unerfüllt, Einrichtung und Betrieb der E-Commerce-Plattform erfordern jedoch fundierte Fachkenntnisse. Anders verhält es sich mit einem flexiblen Webshop-Plug-in wie WooCommerce. Dieses integrieren Webseitenbetreiber bereits innerhalb weniger Minuten in ihr bestehendes WordPress-Projekt, verzichten dafür jedoch auf das umfangreiche Funktionsspektrum einer professionellen E-Commerce-Plattform.

Die Wahl der Onlineshop-Software richtet sich somit immer nach individuellen Ansprüchen, der Größe des geplanten Projekts und dem zur Verfügung stehenden Budget. Die gute Nachricht ist: Der Markt für Webshop-Software hält für jedes Geschäftskonzept das passende System bereit – von der intuitiven Einsteiger-Lösung bis zur multishopfähigen Experten-Plattform.

E-Commerce Online-Shop Magento Open-Source