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Content-Marketing: Tools für einen reibungslosen Workflow - Teil 4

Von der Strategie über die Umsetzung bis hin zu ersten positiven Ergebnissen ist es ein weiter, manchmal beschwerlicher Weg. Neben vielen anderen Dingen gilt das auch für eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie. Content-Marketing ist kein Sprint, eher ein Marathon, der von der strategischen Ausrichtung und Zielsetzung, der Recherche, Planung und Produktion bis hin zur Distribution und Erfolgsmessung führt.

Um den gesamten strategischen Prozess einfacher und effizienter zu gestalten, greifen die meisten Marketer auf Tools und Vorlagen zurück. Wir stellen Ihnen einige praktische Content-Marketing-Tools vor, die Ihnen an verschiedenen Stellen des Prozesses helfen.

Tools für die Recherche

Das Netz ist voll von wertvollen Informationen und spannenden Geschichten – wie findet man relevante Themen, die potenzielle Kunden interessieren und unterhalten? Content-Marketer sind ständig auf der Suche nach neuen Themen, interessanten Fragen und möglichen Problemen, mit denen sich mehrwertiger Content beschäftigen kann. Bei dieser Suche helfen verschiedene Tools mit Inspiration, Ideen und Keywords

Keyword-Planer

Google AdWords ist zusammen mit dem Keyword-Planer der Klassiker unter den Tools fürs Suchmaschinenmarketing. Doch vor allem die Keyword-Analyse-Option ist für die Themenrecherche ein praktischer Helfer. Der Keyword-Planer hilft, relevante Suchbegriffe zu identifizieren und herauszufinden, welche Suchbegriffe Nutzer in Kombination mit den zentralen Keywords suchen.

Es gibt noch weitere praktische Google-Tools, die einem die Themenrecherche und allgemein den Marketer-Alltag erleichtern. Mithilfe von Google Trends und Google Suggest verschafft man sich einen schnellen Überblick über die Popularität verschiedener Themen und weiterer relevanter Suchanfragen. Eine Übersicht der wichtigsten Google-Tools finden Sie in unserem Ratgeber.

Feedly

Feedly dient als RSS-Reader vor allem dazu, RSS-Feeds verschiedener Blogs- und Nachrichtenportale zu verwalten – und stellt damit eine wertvolle Quelle für Content-Ideen dar. Als Marketer hat man die Möglichkeit, sich mithilfe von Feedly ein individuelles News-Desk zu erstellen, das interessante und relevante Inhalte rund um den Themenschwerpunkt der Content-Marketing-Strategie liefert. Feedly ist außerdem als mobile App für iOS und Android verfügbar.

Buzzsumo

Buzzsumo ist eine Suchmaschine fürs Social Web. Das Tool hilft Marketern, Themen und Schlagworte zu identifizieren, die viel Resonanz in sozialen Netzwerken bekommen haben, z. B. durch Likes und Shares auf Facebook. Als Marketer erkennt man mithilfe des Tools schnell, ob ein Thema gerade öffentlich diskutiert wird. Man kann nach verschiedenen Formaten wie Texten, Grafiken, Videos oder Interviews suchen. Außerdem findet man einflussreiche Personen, sogenannte Influenzer – und damit potenzielle Markenbotschafter für seine Inhalte. Mehr zum Thema Influenzer-Marketing finden Sie hier.

Visual.ly

Visual.ly ist eine Community-Plattform für Datenvisualisierung und Infografiken. Nutzer erstellen auf der Seite eigene Charts, Diagramme und Infografiken oder suchen nach Ideen für Grafiken, Videos und weitere Content-Formen. Das Tool verfügt für die Themenrecherche über einen Filter für verschiedene Kategorien und Trending Topics. Eine Alternative ist das Portal Infogr.am.

Content-Marketing-Tools für Planung und Organisation

Die Content-Planung ist das Herzstück der Content-Marketing-Strategie und stellt damit eine Mammutaufgabe dar, wie in unserem Ratgeber bereits beschrieben. Bei der Planung und Organisation kommen viele Fäden zusammen. Es gilt die gesammelten Themenvorschläge in Form zu bringen, die Planung zu konkretisieren und am Ende einen verbindlichen Content- bzw. Redaktionsplan aufzustellen. Um bei all den Aufgaben den Überblick zu behalten, empfiehlt sich der Einsatz eines entsprechenden Planungs- und Organisationstools.

Trello

Trello ist ein klassisches Projektmanagement-Tool, das sich ideal für die Organisation und Planung im Content-Marketing eignet. Neben der Planung und Zuweisung einzelner Aufgaben können Anwender z. B. Themenvorschläge oder konkrete Artikelideen festhalten und einem anderen Teammitglied zuweisen. Trello verfügt über eine praktische Kalenderansicht, mithilfe der sich ein einfacher Redaktionskalender umsetzen lässt.

Evernote

Die Macher von Evernote bezeichnen ihr Tool selbst als „virtuelles Gedächtnis“. In der Praxis hilft es, Aufgabenlisten, Dokumente und Notizen abzulegen, zu organisieren und zu archivieren. Oft ist es sinnvoll, schon während der Recherche- und Planungsphase alle Inhalte und Notizen festzuhalten, die für die spätere Produktion und Konzeption von Content-Formaten relevant sein könnten. Man kann außerdem Inhalte aus RSS-Feeds oder anderen Quellen speichern, diese mit Tags versehen und später gezielt auf themenrelevante Artikel zugreifen. Besonders praktisch ist die Team-Funktion, die es ermöglicht, Notizen und Anmerkungen mit Kollegen zu teilen und den Austausch anzuregen.

Pocket

Pocket ist ein unter Redakteuren und Bloggern beliebter Bookmarking-Dienst. Er eignet sich zur Ablage von interessanten und relevanten Artikeln, die man für später aufbewahren möchte. Das Tool hilft, die bei der Recherche gefundenen Artikel und Inhalte übersichtlich nach Schlagwörtern sortiert abzuspeichern. Möchte man später, z. B. während der Content-Produktion, einzelne Inhalte aufrufen, findet man sie schnell wieder. Die Funktion ist sowohl für den Desktop-PC als auch auf dem Smartphone mit einer App verfügbar.

Google Spreadsheets

Google Spreadsheets, mittlerweile bekannt als Google Docs, ist ein Onlinedienst zur Erstellung und Verwaltung von Dokumenten, den Google kostenlos zur Verfügung stellt. Aus der Onlinewelt und der Bürokommunikation sind die Spreadsheets quasi nicht mehr wegzudenken. Im Content-Marketing bieten sie eine perfekte Plattform, um Themen und Ideen zu sammeln, mit anderen zu teilen und verschiedenen Autoren zuzuordnen.

Tools für die Content-Produktion

Ebenso wichtig wie die Recherche ist die professionelle Umsetzung der festgehaltenen Themenideen. Denn Inhalte müssen nicht nur relevant sein und dem Leser Mehrwert bieten, sie sollten qualitativ hochwertig produziert sein. Verschiedene Tools und Dienste helfen bei der Content-Produktion.

Wortliga Textanalyse

Das kostenlose Textanalyse-Tool von Wortliga prüft Texte auf angemessenen Stil und Lesbarkeit. Faktoren wie Verständlichkeit, Prägnanz und Ästhetik spielen eine Rolle.

Nach Eingabe des (vielleicht unter Zeitdruck entstandenen) Textes identifiziert das Tool Passivkonstruktionen, Modalverben, Nominalstil, Füllwörter – eben alles, was Texte nicht gerade lesefreundlich macht. Dies hilft bei der Überarbeitung, die vor allem darauf zielen sollte, die Inhalte den Lesern möglichst verständlich zu vermitteln. Ein kleines SEO-Feature bringt das Tool ebenfalls mit: Es scannt den Text auf die Häufigkeit vorher eingestellter Keywords.

LanguageTool

Die Browser-App LanguageTool prüft Texte auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik. Das schafft Ihr Texteditor auch? Sicher nicht in gleichem Umfang wie die Browser-App, denn insgesamt erkennt das Tool mehr als 1.800 Fehler in deutschen Texten. Wer die Open-Source-Programme OpenOffice oder LibreOffice nutzt, integriert das Tool einfach über ein Plug-in.

Forest und WriteBox

Während die ersten beiden vorgestellten Tools die Qualität der Texte verbessern sollen, helfen die die nächsten beiden Redakteuren und Textern, effizienter und konzentrierter zu arbeiten.

Fokussiert arbeiten, Ablenkungen keine Chance lassen, um Output und Qualität zu steigern – für viele Texter nicht einfach. Mit der Browser-App Forest hilft man der Eigenmotivation und Selbstdisziplin etwas nach, indem man für eine festgelegte Zeitspanne den Zugang zu klassischen Zeitfressern, z. B. Facebook oder Twitter, blockiert.

WriteBox ist ein Tool für alle, die sich bei der Content-Produktion wirklich von allem ablenken lassen – selbst von der Oberfläche des Schreibprogramms. Mithilfe des Onlinetools schreibt man seine Texte auf einer komplett weißen Seite, ohne jegliches Interface. Vor allem für Blogbeiträge, die meist einfach gehalten sind und keinerlei Zusatzfeatures der gängigen Texteditoren benötigen, bietet sich das Programm an, um fokussiert zu arbeiten.

Content-Verbreitung

In die bisherigen Bemühungen, die Ideenfindung, die Koordination und Produktion von Content ist schon viel Arbeit geflossen. Zeit, den Content an den Mann zu bringen. Je nach Ausrichtung und Kommunikationsstrategie finden Blog-Posts, Videos und andere Inhaltsformate nun den Weg auf die verschiedenen Social-Media-Kanäle. Oder man teilt sie im Rahmen von E-Mail-Kampagnen oder über Werbenetzwerke. Auch hier können verschiedene Tools helfen, den Überblick zu bewahren.

Buffer und Hootsuite

Buffer hilft, alle wichtigen Social-Media-Kanäle gezielt mit Content zu bespielen: Twitter, Facebook, LinkedIn, Google+ und in der kostenpflichtigen Version auch Pinterest. Durch individuelle Zeitplanung und automatisiertes Posten ermöglicht das Tool, die Content-Streuung im Voraus zu planen. In der kostenfreien Version lassen sich bis zu zehn Beiträge terminieren und automatisch veröffentlichen. Das Tool ermittelt dabei anhand des User-Engagements den idealen Veröffentlichungszeitpunkt. Eine direkte Interaktion mit Fans und Followern ist allerdings nicht möglich.

Hootsuite bietet ein weiteres umfangreiches Social-Media-Tool, das sich gut für die Content-Verbreitung eignet. Das Programm unterstützt u. a. Twitter, Facebook, Google+, LinkedIn, Foursquare, WordPress und Mixi; pro Account ist die Integration von maximal fünf Social Networks möglich. Was das automatisierte Posten betrifft, verfügt Hootsuite über den gleichen Funktionsumfang wie Buffer – dazu kommt allerdings die Möglichkeit, über die jeweiligen Kanäle mit den Nutzern zu interagieren und direkt über das Tool auf Kommentare zu antworten sowie auf Nutzerstimmen zu reagieren.

Outbrain

Outbrain ist ein riesiges Traffic-Netzwerk – genau genommen eines der größten der Welt. Wer die eigenen Inhalte auf Dritt-Websites mit enorm viel Traffic platzieren will, ist hier richtig. Gegen Bezahlung findet man seine Inhalte auf Seiten wie Chip.de oder Yahoo.de wieder. Die Content-Delivery-Plattform arbeitet mit einigen der reichweitestärksten Publishern Deutschlands zusammen – offizielle Informationen über Preise liegen allerdings nicht vor.

SlideShare

Bei der Plattform SlideShare steht das Erstellen und Teilen von Präsentationsinhalten im Mittelpunkt. Vor allem im B2B-Bereich ist das Tool die ideale Gelegenheit, Inhalte zielgruppengerecht aufzubereiten und seine Expertise zu demonstrieren.

MailChimp, Newsletter2Go und Co.

Wer auf E-Mail-Marketing setzt, nutzt zur Content-Verbreitung natürlich entsprechende Newsletter-Tools. Die meisten Tools erlauben es, Inhalte schnell und unkompliziert mit den Abonnenten zu teilen. Die besten Software-Lösungen haben wir bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt.

Weitere Tools zum Thema Content-Verbreitung und hilfreiche Tipps, wie Sie Ihren Content erfolgreich vermarkten und die Reichweite und Sichtbarkeit Ihrer Inhalte maximieren, finden Sie im nächsten Teil unserer Ratgeber-Serie zum Thema Content-Marketing.

Content-Marketing-Software: Analyse und Monitoring

Nichts funktioniert im Marketing ohne Erfolgsmessung – Analyse und Monitoring haben deshalb einen hohen Stellenwert. Entsprechend groß ist der Markt für Tools, die helfen sollen, den Erfolg der Content-Marketing-Maßnahmen zu messen und alle relevanten Kennzahlen im Blick zu behalten. Zu den bekanntesten Tools gehören:

  • Google Analytics ist eines der bekanntesten Analyse-Tools, in der Basis-Version kostenlos verfügbar und quasi in jeden Blog und in jede Website zu integrieren. Das Tool erlaubt die Analyse aller wichtigen Kennzahlen und Kanäle, über die Besucher auf die Seite gekommen sind.
  • Piwik ist eine Open-Source-Analyseplattform, die vor allem unter datenschutzrechtlichem Aspekt eine gute Alternative zu Google Analytics darstellt.
  • Socialbakers dient zur genauen Analyse und Erfolgsmessung von Social-Media-Kampagnen.Indem man mit dem Tool auch einzelne Links auf Performance prüft, optimiert man die Sharing-Strategie immer weiter.
  • Talkwalker bietet umfassende Analysemöglichkeiten für alles, was auf der eigenen Seite passiert, und zeigt auf, wie die Nutzer dorthin gekommen sind.
  • Chartbeat ist ein weiteres Analyse-Tool, das Marketern hilft, die Aktivitäten auf der eigenen Seite und den angebundenen Social-Media-Kanälen besser nachzuvollziehen.

Mehr Informationen finden Sie in unserem weiterführenden Ratgeber zum Thema Erfolgsmessung im Content-Marketing.

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