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TYPO3 – ein umfangreiches Content-Management-System

Seine erste Beta-Version des Content-Management-Systems TYPO3 veröffentlichte die Non-Profit-Organisation TYPO3 Association bereits 2000. Seit dem Release hat sich allerdings einiges getan: Mittlerweile existieren für TYPO3 viele neue Templates, Plug-ins, zusätzliche Features und einiges mehr. Eine große Community kümmert sich darum, dass das CMS auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt. Gute Gründe dafür, das CMS TYPO3 genauer unter die Lupe zu nehmen.

TYPO3 im Profil

Seit 2012 wird das Content-Management-System unter dem Namen „TYPO3 CMS“ vertrieben. Damit reagierte die TYPO3 Association unter anderem auf die Abspaltung des Entwicklerteams, das an „TYPO3 Neos“ gearbeitet hatte – ein weiteres CMS, das sich inzwischen wesentlich von dem ursprünglichen TYPO3 unterscheidet. Trotz des neuen Namens „TYPO3 CMS“ wird aber nach wie vor meist nur von TYPO3 gesprochen, wenn man sich auf das klassische Content-Management-System der „TYPO3 Association“ bezieht.

Neben WordPress, Joomla und Drupal zählt TYPO3 mit über 400.000 Installationen zu den weltweit beliebtesten CMS-Programmen.

Das Programm weist einige Gemeinsamkeiten mit anderen populären Content-Management-Systemen auf: Auch bei TYPO3 handelt es sich um eine Open-Source-Software mittels der man das Webdesign unter Anwendung von Templates bearbeitet. Die Bedienung erfolgt dabei über den Webbrowser. Das Programm steht Ihnen hier zum kostenlosen Download bereit.

Eher ungewöhnlich für ein CMS ist hingegen, dass Sie die Inhalte für die Benutzeroberfläche Ihrer Website bei TYPO3 über eine spezielle Konfigurationssprache namens TypoScript einpflegen – was insbesondere für Laien kein leichtes Unterfangen darstellt. Eine weitere Besonderheit des CMS ist der Stellenwert der Sicherheit: TYPO3 gilt als eines der am besten geschützten Content-Management-Systeme überhaupt. Zuletzt seien noch die extreme Flexibilität und die sehr große und aktive Community genannt. Im Internet finden Sie diverse Extensions für TYPO3: Templates, Plug-ins und vieles mehr sind meist kostenlos verfügbar. Und bei Fragen und Problemen können Sie auf zahlreiche Online-Foren und Tutorials der Community zurückgreifen. Außerdem gibt es inzwischen auch professionelle Dienstleister, die TYPO3-Support anbieten.

Video: Was ist Typo3?

Features im Überblick

Mit TYPO3 lassen sich Internetauftritte jeder Art und aller Größen umsetzen. Aufgrund seines riesigen Funktionsumfangs ist TYPO3 auch für spezielle Anforderungen an das Webdesign gerüstet. Einige der wichtigsten TYPO3-Features haben wir für Sie zusammengefasst:

  • Die Bearbeitung der Webseiteninhalte durch unterschiedliche Redakteure kann über die Workflow-Funktion sehr gut kontrolliert und angepasst werden. Dank der gespeicherten Versionsgeschichte aller Arbeiten können Sie alte Versionsstände problemlos wiederherstellen.
  • Änderungen an den Inhalten und am Layout Ihrer Seite können Sie in Workspaces testen. Ein Workspace ist eine speziell eingerichtete Arbeitsumgebung, die das Frontend der Seite simuliert.
  • Sie können sowohl für das Backend als auch das Frontend detailliert festlegen, wer auf welche Teilbereiche Ihrer Seite Zugriff hat. Über zahlreiche Einstellungen modifizieren Sie die Zugriffsrechte und bestimmen, welche Nutzungsrechte einzelne User, Redakteure, Administratoren oder bestimmte Gruppen haben.
  • Die Verwaltung mehrerer eigenständiger Websites ist uneingeschränkt möglich. Die Erweiterungen für alle Seiten müssen Sie dabei nur einmal installieren.
  • Es stehen über 6.000 TYPO3-Extensions und -Applikationen zur Auswahl. Über den Extensions Manager lassen sich diese zudem einfach installieren.
  • Sie können Ihren Internetauftritt oder gleich mehrere Websites in unterschiedlichen Sprachversionen online stellen. Hierfür stehen Ihnen über 50 verschiedene Lokalisierungen zur Verfügung.
  • Sowohl das Front- als auch das Backend sind responsiv. Zudem können Sie spezielle Preview-Ansichten des Frontends für mobile Endgeräten einrichten.

TYPO3 installieren: Voraussetzungen und Kurzanleitung

Wer Interesse an dem freien Content-Management-System hat, findet aktuelle Versionen auf der offiziellen Homepage des Projekts. Bevor man sich damit auseinandersetzt, wie man TYPO3 installiert, gilt es jedoch zunächst, die geeigneten Hard- und Softwarestrukturen zu schaffen. TYPO3 stellt eine Reihe von Anforderungen an den Webserver, die dieser unbedingt erfüllen muss, damit eine Installation sowie die spätere Nutzung des Programms problemlos möglich sind.

TYPO3: Voraussetzungen für die Nutzung

TYPO3 zählt zu den CMS-Systemen, die plattformübergreifend einsetzbar sind. Bei der Wahl des Betriebssystems haben Sie folglich freie Auswahl: die TYPO3 Association stellt verschiedene Installationspakete für Windows, macOS oder Unix/Linux zur Verfügung. Auch in Sachen Webserver-Software liegt die Entscheidung bei Ihnen: Apache wird vom Entwicklerteam zwar als die optimale Lösung empfohlen, TYPO3-Projekte lassen sich aber ebenso mit NGINX oder Microsoft IIS und anderen Anwendungen, die über ein PHP-Modul verfügen, betreiben. Die Komponenten des Content-Management-Systems basieren auf dieser Skriptsprache, weshalb zusätzlich auch die Installation einer aktuellen PHP-Version zu den grundlegenden TYPO3-Voraussetzungen zählt:

  • TYPO3 v6: PHP 5.5
  • TYPO3 v7: PHP 5.5-7.1
  • TYPO3 v8: PHP 7+

Bei der eingerichteten PHP-Umgebung ist von elementarer Bedeutung, dass ein Memory-Limit von mindestens 64 MB (empfohlen: 128 MB) besteht und der Wert „globals“ deaktiviert ist. Ferner muss die zugelassene Dauer für die Ausführung von Skripten („max_execution_time“) mindestens 30 Sekunden (besser 60) betragen. Als Datenbank empfehlen die Entwickler MySQL (ab 5.5). Dank der Standard-Extension DBAL (Database Abstraction Layer) unterstützt TYPO3 mittlerweile aber auch andere Datenbanksysteme wie zum Beispiel PostgreSQL und Oracle sowie MariaDB. Bezüglich der Hardware stellt TYPO3 vergleichsweise geringe Ansprüche – die geforderten 200 MB freier Webspace und 256 MB Arbeitsspeicher stellen keine große Hürde dar. Wie bei jeder datenbankgestützten Anwendung ist mehr Rechenpower aber absolut empfehlenswert.

TYPO3-Anleitung: So installieren Sie das CMS

Es gibt zwei Möglichkeiten, TYPO3 zu installieren:

  1. Sie laden das jeweilige Installationspaket herunter und entpacken es auf Ihrem Webserver. Alternativ entpacken Sie es zunächst auf dem lokalen PC und laden die entpackten Dateien anschließend auf den Webserver hoch. Da das Paket aber tausende von Dateien enthält, ist dies nicht unbedingt zu empfehlen.
  2. Sie installieren TYPO3 mithilfe eines zusätzlichen Tools wie TYPO3Winstaller. Der Installations-Helfer (für Windows) übernimmt nicht nur die Installation und Einrichtung des Content-Management-Systems, sondern sorgt auch dafür, dass die benötigten Versionen von Apache, PHP und MySQL auf dem Webserver installiert werden.

Sind alle notwendigen Programmdateien auf dem Webserver, führt das Install-Tool durch die restliche Installations- und Konfigurationsprozedur. Das Installations-Tool finden Sie im Ordner „typo3/install“: Es lässt sich über den Browser Ihrer Wahl aufrufen, indem Sie den genauen Verzeichnispfad in die Adressleiste eingeben. Folgen Sie den Anleitungen dieses TYPO3-Tools, um Datenbanken anzulegen und den Zugriff zu regeln sowie einen Administrator-Account für Ihr TYPO3-Projekt zu erstellen.

Tipp:

Alternativ können Sie mit speziellen Hosting-Angeboten TYPO3 mit wenigen Klicks installieren und administrieren. 1&1 bietet hierfür ein spezielles TYPO3 Hosting an, dass Ihnen einen optimalen Start mit TYPO3 ermöglicht.

TYPO3 Extensions: Erweiterungen sorgen für mehr Funktionalität

TYPO3 liefert in der Basisvariante ein exzellentes CMS-Paket, das sich zur Umsetzung verschiedenster Webprojekte nutzen lässt. Der Programmkern sowie Front- und Backend lassen sich jedoch bei Bedarf anpassen und erweitern. Hierfür bedarf es lediglich der Nutzung von TYPO3-Extensions (auch „TYPO3-Erweiterungen“) – Module mit speziellen Funktionalitäten, die über definierte Schnittstellen integriert werden können. So fügen die nützlichen Erweiterungen dem Content-Management-System zum Beispiel Sicherheitsfeatures hinzu – wie die Forcierung sicherer Backend-Passwörter oder die automatische Sperrung von IP-Adressen, die mit einem ungewöhnlichem Anmeldeverhalten verknüpft sind. Ferner gibt es Extensions zur Optimierung der Benutzerverwaltung, zur Einbindung spezifischer interaktiver Elemente oder zur Implementierung zusätzlicher Formulare.

So funktioniert die Extension-Entwicklung

Unabhängig vom Anwendungsbereich ist PHP die Grundlage jeder TYPO3-Erweiterung. Mit der Skriptsprache vertraut zu sein, ist folglich eine der wichtigsten Voraussetzungen, um solche TYPO3-Extensions erstellen zu können. Das Content-Management-System liefert jedoch zwei wertvolle Hilfsmittel, die den Entwicklungsprozess erheblich vereinfachen: Die Template-Engine Fluid hilft dabei, die Nutzeroberfläche der Extension zu erzeugen. Das MVC-Framework Extbase hilft als „Muster“ der Software-Architektur dabei, die Daten der Erweiterung von ihrer Verarbeitung und Darstellung zu trennen. Auf diese Weise wird der Quellcode übersichtlicher und das Beheben von Bugs einfacher. Zudem enthält Extbase eine Funktion, die die Registrierung neu entwickelter Extensions vereinfacht.

Wer selbst in die Welt der TYPO3-Extension-Entwicklung eintauchen und eine eigene Erweiterung programmieren möchte, sollte sich zudem mit der Erweiterung Extension Builder auseinandersetzen. Diese erlaubt die schnelle und unkomplizierte Erstellung eines Grundgerüsts für die geplante Extension. Alle benötigten Dateien werden automatisch erzeugt, was eine Menge Arbeit und Zeit erspart.

Video: Grundlagen zur Extension-Entwicklung

So installieren Sie TYPO3-Extensions

Wenn Sie nützliche Plug-ins für Ihr TYPO3-Projekt gefunden haben, müssen Sie diese zunächst installieren. Achten Sie vor der Installation jedoch darauf, ob die jeweilige Extension mit der von Ihnen genutzten Version des Content-Management-Systems kompatibel ist. Zudem sollten Sie ist die Seriosität und Zukunftssicherheit der Erweiterung überprüfen, indem Sie sich Eckdaten wie die Versionshistorie, das Datum der letzten Aktualisierung oder die Downloadzahlen anschauen. Um die gewünschte TYPO3-Extension zu installieren, können Sie auf den Extension Manager zurückgreifen, der standardmäßig Bestandteil des Programms ist. Der Manager ermöglicht die Installation und Konfiguration der Erweiterungen direkt aus TYPO3 heraus und ist einer manuellen Installation über ein externes Paket immer vorzuziehen.

In den meisten Fällen finden Sie die Erweiterung Ihrer Wahl über die Suchfunktion des Extension Managers. Sie benötigen lediglich den vollständigen und korrekten Key, den Sie beispielsweise über das offizielle Repository in Erfahrung bringen können. Um die Installation zu starten, wählen Sie einfach die Schaltfläche „Import and install“, die sich direkt neben dem Namen der gewählten Extension befindet. War die Implementierung erfolgreich, meldet TYPO3 dies in einem kurz erscheinenden Dialogfenster.

TYPO3 Extension Repository

Für Entwickler, die eine TYPO3-Erweiterung programmiert haben und diese mit der Community teilen möchten, ist das TYPO3-Extension-Repository (TER) die passende Plattform. Dieses zentrale Verzeichnis, das über die offizielle Homepage des Content-Management-Systems aufgerufen werden kann, bietet die Möglichkeit, eigene Plug-ins, Templates etc. hochzuladen und der gesamten TYPO3-Nutzerschaft zur Verfügung zu stellen. Im Rahmen des Upload-Prozesses vergibt der Entwickler unter anderem auch den im vorigen Absatz erwähnten Extension-Key, über den die Erweiterung im Extension Manager gefunden und installiert werden kann.

Das TYPO3-Extension-Repository bietet mehr als 1.800 verschiedene Erweiterungen und ist damit eines der wichtigsten Portale für TYPO3-Nutzer. Ein besonders nützliches Feature des Verzeichnisses ist dabei die integrierte Suchfunktion, die unter anderem das Filtern der Ergebnisse nach Entwicklungsstatus, Kategorie oder TYPO3-Kompatibilität ermöglicht.

Beliebte TYPO3-Extensions im Überblick

Um die Vielseitigkeit des Erweiterungs-Repositorys zu demonstrieren, haben wir an dieser Stelle einige der interessantesten und nützlichsten TYPO3-Extensions in einer kleinen Übersichtstabelle zusammengefasst:

Extension-Key

Beschreibung

TYPO3-Version

Autor

Download-Link

commerce

Shopsystem

6.2.0

–6.9.99

Commerce Team

typo3.org/extensions/repository/view/commerce

ke_questionnaire

Umfragen, E-Learning-Umgebung erstellen

6.1.7

–7.9.99

kennziffer.com GmbH

typo3.org/extensions/repository/view/ke_questionnaire

newsletter

Newsletter-Marketing

6.2.0

–8.99.99

Ecodev admin

typo3.org/extensions/repository/view/newsletter

nwt_imagecrop

Bilder zuschneiden, anpassen

7.6.0

–8.7.99

Christian Lange

typo3.org/extensions/repository/view/nwt_imagecrop

realurl

Suchmaschinen-freundliche URLs

6.2.0

–8.7.999

Dmitry Dulepov

typo3.org/extensions/repository/view/realurl

seo_basics

Grundlegende SEO-Features

6.2.0

–7.9.99

Benni Mack

typo3.org/extensions/repository/view/seo_basics

sourceopt

Optimierung des Quellcodes

7.6.0

–8.7.99

Tim Lochmüller

typo3.org/extensions/repository/view/sourceopt

toctoc_comments

Networking-Komponenten (Bewerten, Teilen etc.)

4.5.0

–8.9.99

Gisèle Wendl

typo3.org/extensions/repository/view/toctoc_comments

tt_news

Einbindung aktueller News

7.6.0

–7.6.99

Rupert Germann

typo3.org/extensions/repository/view/tt_news

TYPO3-Templates: Der einfache Weg zum gewünschten Design

Templates sind ein einfacher Weg, um dem eigenen TYPO3-Projekt das gewünschte Layout und Design zu verleihen. Anstatt bei der optischen Gestaltung der Website komplett bei null zu beginnen, nutzt man mit den praktischen Vorlagen ein Grundgerüst, auf dem der entsprechende Content aufbauen kann. Die gewählte Struktur lässt sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder verändern oder auch komplett austauschen – die Inhalte werden dabei ganz einfach übernommen und in das neue System eingegliedert.

Viele Programmierer haben es sich zur Aufgabe gemacht, TYPO3-Templates zu entwickeln und den Nutzern zur Verfügung zu stellen. Sie bieten die Vorlagen auf eigenen Homepages zum Download an oder vertreiben die Templates über die Seiten von Anbietern, die sich auf deren Verkauf spezialisiert haben. Dabei muss der Preis allerdings nicht zwangsläufig der Gradmesser für die Qualität der Website-Muster sein.

Darauf sollten Sie bei der Auswahl eines TYPO3-Templates achten

Bei der Suche nach TYPO3-Templates für Ihr Webprojekt werden Sie sowohl auf kostenlose als auch auf kostenpflichtige Angebote stoßen. Einige Seiten bieten mehrere verschiedene Muster, während andere wiederum nur ein einziges Exemplar zur Verfügung stellen. Kosten und Auswahlmöglichkeiten sollten jedoch nicht darüber entscheiden, ob Sie ein Template herunterladen oder nicht. Wesentlich ausschlaggebender sind die technischen und optischen Eigenschaften einer Vorlage.

Dabei sollten Sie sich zunächst die Frage stellen, ob Design und Layout des anvisierten Templates zu Ihren Vorstellungen und vor allem zu Ihrem Webprojekt passen (sowohl thematisch als auch funktional). Setzen Sie nämlich ein unverändertes Template ein, weil es Ihrer Website beispielsweise die lang ersehnte Navigationsstruktur verleiht, während das Design von den eigentlichen Inhalten eher ablenkt bzw. unpassend ist, führt dies schnell zu einer ungewollten Abwertung Ihres Projekts. Wenn ein Muster lediglich einzelne für Sie interessante Elemente enthält, sollten Sie abwägen, ob die anfallenden Anpassungsarbeiten für Sie zeitlich und finanziell tragbar sind. Des Weiteren ist es ratsam, vor dem TYPO3-Template-Download auf folgende Dinge zu achten:

  • Responsive Webdesign: Setzen Sie von Beginn an auf ein TYPO3-Responsive-Template. Mit einer solchen flexiblen Vorlage als Basis passt sich Ihre Website automatisch den Displaygrößen der verschiedenen Geräte an. Auf diese Weise bieten Sie nicht nur Desktop-, sondern auch Smartphone- und Tablet-Nutzern die optimale User-Experience, ohne eine zusätzliche mobile Variante Ihres Projekts erstellen und pflegen zu müssen.
  • Kompatibilität: Bevor Sie ein bestimmtes Template für Ihr Projekt nutzen, müssen Sie sicherstellen, dass dieses auch mit Ihrer TYPO3-Version kompatibel ist. Für gewöhnlich machen die Anbieter in den Beschreibungen der Templates Angaben darüber, unter welchen Versionen eine Vorlage lauffähig ist. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie sich gut überlegen (insbesondere bei kostenpflichtigen Angeboten), ob Sie das Risiko eingehen wollen, dass das TYPO3-Template schlimmstenfalls nicht funktioniert. Planen Sie, TYPO3 regelmäßig zu updaten, sollten Sie nach Vorlagen suchen, die ebenfalls in aller Regelmäßigkeit auf den neuesten Stand gebracht werden.
  • Lizenzierung: TYPO3-Templates werden unter ganz verschiedenen Lizenzen veröffentlicht, was sich auf die späteren Nutzungsmöglichkeiten auswirkt. Unabhängig davon, ob es sich dabei um eine kommerzielle oder eine freie Lizenz handelt, sollten Sie also überprüfen, ob die geltenden Richtlinien zu Ihren Plänen passen. In manchen Fällen ist es beispielsweise untersagt, das Muster zu modifizieren oder für kommerzielle Zwecke zu nutzen. Meistens ist es aber lediglich notwendig, zum Entwickler bzw. Anbieter zu verlinken.
  • Vertrauenswürdigkeit: Der Download von TYPO3-Templates birgt die typischen Sicherheitsrisiken des Webs: Wenn Sie an den falschen Anbieter geraten, laden Sie zusätzlich zu der gewünschten Vorlage schnell auch Adware oder gar Malware herunter. Derartige unseriöse Anbieter sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, weshalb eine gewisse Skepsis gegenüber neuentdeckten Dienstleistern grundsätzlich angebracht ist. Achten Sie auf Kennzeichen für etablierte und ehrliche Anbieter wie beispielsweise positive Nutzerkommentare oder Kontakt- und Supportmöglichkeiten. Zudem ist es ein gutes Zeichen, wenn Demo-Versionen und Beispiel-Screenshots von den angebotenen TYPO3-Templates zur Verfügung stehen.

TYPO3-Templates finden: Kostenlose und kostenpflichtige Services im Überblick

Die Template-Suche gestaltet sich oft komplizierter als gedacht. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Sie die nahezu perfekte Lösung gefunden haben, diese mit Ihrer TYPO3-Version jedoch nicht kompatibel ist. In anderen Fällen passt zwar das Gesamtpaket, die Kosten für das Template übersteigen aber das vorhandene Budget. Es heißt also, Geduld mitzubringen und nicht voreilig zur erstbesten Lösung zu greifen. Nur so findet man ein TYPO3-Template, das den eigenen Vorstellungen entspricht und langfristig einsetzbar ist. Wir bieten eine Übersicht etablierter und seriöser Anbieter.

Hinweis:

Das Angebot an Templates für TYPO3 ist im Vergleich zur Anzahl der Vorlagen für andere Content-Management-Systeme wie WordPress, Joomla und Co. sehr überschaubar, was die Suche nach dem geeigneten Anbieter zusätzlich erschwert.

Plugin.kaufen (kostenpflichtig)

Bei Plugin.kaufen handelt es sich um eine Verkaufsplattform, auf der Entwickler ihre Erweiterungen für Content-Management- und Shop-Systeme wie WordPress, Shopware oder auch TYPO3 anbieten können. Vor dem Kauf eines Plug-ins, Themes oder Templates müssen Sie sich zunächst einen Kunden-Account anlegen. Die gewünschte Vorlage legen Sie danach einfach in den Warenkorb. Nach Eingang der Zahlung (per Überweisung, PayPal oder PayPal Express) erhalten Sie die Template-Datei innerhalb von 24 Stunden direkt per E-Mail geschickt oder alternativ einen Link, unter dem Sie diese herunterladen können.

Bei allen verfügbaren Vorlagen für TYPO3 handelt es sich um responsive Templates, deren Merkmale in einer kurzen Produktbeschreibung aufgelistet werden. So erfahren Sie auch, für welche Versionen des Content-Management-Systems sich das jeweilige Muster eignet. Beispiel-Screenshots vermitteln einen ersten Eindruck des Templates – in den meisten Fällen ist außerdem eine Live-Vorschau möglich.

typo3.org – Extension Repository (kostenlos)

Das bereits aufgegriffene Extension-Verzeichnis von TYPO3 führt ebenfalls eine Reihe von Templates. Das Repository bietet zwar nicht die Möglichkeit, eine Extension-Kategorie auszuwählen, verfügt aber über eine Filter-Option, mit deren Hilfe Sie direkt nach Vorlagen suchen können. Die enthaltenen Muster entstammen verschiedensten Entwickler, die ihre Produkte der Community auf diesem Weg kostenfrei zur Verfügung stellen. Zusätzlich zu einer kurzen Beschreibung sind für jedes TYPO3-Template auch die wichtigsten Eckdaten angegeben: Hierzu zählen die aktuelle Version des Templates, die kompatiblen TYPO3-Versionen, die Abhängigkeit des Musters von anderen Extensions sowie die Namen er verantwortliche Entwickler.

Sofern vorhanden können Sie auch Manuals aufrufen, die neben einer detaillierten Einführung zudem noch Informationen über die Lizenzierung bieten. Beim Download der TYPO3-Templates haben Sie schließlich die Wahl zwischen einem T3X-Paket und einem ZIP-Archiv – beide Formate kann das Content-Management-System standardmäßig laden.

t3Bootstrap.de (kostenpflichtig)

Ein Template der besonderen Art ist das t3Bootstrap-Template von WapplerSystems, das – wie der Name verrät – auf dem CSS-Framework Bootstrap basiert. Diese Vorlage richtet sich in erster Linie an TYPO3-Nutzer, die ein eigenes Template erstellen, aber nicht mit der standardmäßigen Engine arbeiten wollen. Zusätzlich zu einer Reihe von Grundelementen – wie einem Grid-System, Sidebar-Menüs, Typografien oder einer Funktion für responsive Bilder – steht Ihnen daher mit dem Template-Maker ein Werkzeug zur Verfügung, das die Kreation eigener Basiskomponenten für Ihr Projekt erheblich vereinfacht. Alternativ lässt sich das TYPO3-Responsive-Template dank der fertigen Bootstrap-Elemente aber auch unverändert zur Content-Verwaltung nutzen.

Um t3Bootstrap nutzen zu können, müssen Sie eine der angebotenen Lizenzen erwerben. Für eine einfache Homepage reicht eine kostengünstige Privatanwender-Lizenz. Wollen Sie das TYPO3-Template für Ihre Unternehmensseite nutzen, benötigen Sie hingegen die kommerzielle Einzellizenz. Für den unbegrenzten, kommerziellen Einsatz bietet WapplerSystems die Multiprojekt-Lizenz an. Gemeinnützige Einrichtungen können das Muster unter der Voraussetzung einer Rückverlinkung kostenfrei einsetzen.

sklein-medien.de (kostenlos)

Auch der Webentwickler Sebastian Klein hat eine Vorlage für TYPO3 erstellt, die Sie als Grundlage für eigene Templates nutzen können. Anders als das t3Bootstrap-Template enthält seine Vorlage mit dem Namen „basetemplate“ jedoch keine integrierte Frontend-Lösung wie Bootstrap, sondern lediglich eine einfache HTML-Struktur, die die Verwendung von TYPO3-Fluidtemplates vereinfachen soll. Zu diesem Zweck liefert das Muster unter anderem eine sinnvolle Ordnerstruktur, ein grundlegendes TypoScript-Setup sowie ein eine Basis-Konfiguration der TYPO3-Module (TSconfig). Sämtliche Einstellungen lassen sich bei Bedarf aber unkompliziert anpassen. Sie finden das kostenlose basetemplate, das es in den drei Varianten „basetemplate62“ (für TYPO3 6.2), „basetemplate7“ (für TYPO3 7.6) und „basetemplate8“ (für TYPO3 v8 LTS) gibt, zum kostenfreien Download auf GitHub.

t3template4u.de (kostenlos)

Der Programmierer Phillip Baumgärtner stellt auf seiner Seite t3template4u ein responsives TYPO3-Template kostenlos zur Verfügung. Die Website selbst fungiert dabei als Live-Vorschau seiner Vorlage, die unter der Creative-Commons-BY-3.0-Lizenz (Namensnennung) steht. Zusätzlich zu HTML-, CSS- und JavaScript-Elementen nutzt dieses Template verschiedene Erweiterungen wie die SEO-Extension TEQneers SEO Enhancements oder das jQuery-Slideshow-Script Flexslider. Das Muster bietet diverse Optionen für die Gestaltung von Content (Text und Bilder) sowie vier unterschiedliche Layouts (3 Spalten, 2 Spalten links, 2 Spalten rechts oder 1 Spalte). Die einzelnen Komponenten können Sie im GitHub-Repository des Templates herunterladen, wo Sie auch eine Installationsanleitung finden.

OnePage Template for TYPO3 CMS (kostenlos)

Wenn Sie auf der Suche nach einem Onepage-Layout für Ihre Webpräsenz sind und mit TYPO3 6.2 arbeiten, ist die Vorlage t3onepage eine exzellente Wahl. Das TYPO3-Template von Maximilian Mayer enthält das passende TypoScript und die entsprechende Modul-Basis, um Ihren Content auf einer einzigen Seite präsentieren zu können. Das Paket aus Fonts, Icons, JavaScript-Snippets und CSS-Stylesheets steht unter der freien MIT-Lizenz und darf daher sowohl für private als auch für kommerzielle Zwecke genutzt und modifiziert werden (Kennzeichnung von Lizenz und Copyright vorausgesetzt). Die Seite onepage.compuart.com fungiert als Live-Vorschau für das Template, das Sie kostenlos auf GitHub herunterladen können.

codingpeople.com (kostenpflichtig)

Die Codingpeople GmbH bietet zwar keine TYPO3-Templates zum Download an, erstellt aber auf Anfrage eine komplette, standardkonforme Vorlage innerhalb von 5 Werktagen. Das deutsche Unternehmen orientiert sich dabei an den offiziellen TYPO3-Coding-Guidelines und setzt daher u. a. auf eine saubere Trennung von Design und Code sowie eine objektorientierte PHP- und JavaScript-Entwicklung. Sie erhalten für den zuvor vereinbarten Preis ein leistungsstarkes Template mit sämtlichen Grundfunktionen des Content-Management-Systems und diversen optionalen Features wie Responsive Webdesign, Kontaktformulare, Mehrsprachigkeit, Newsletter oder Spezial-Fonts. Diese können Sie – wie auch die gewünschte Anzahl an Unterseiten – im Konfigurator auswählen und zum Standard-Paket hinzubuchen.

Wie erstellt man ein TYPO3-Template?

Außer der Variante, auf fertige Vorlagen zurückzugreifen, gibt es natürlich auch die Möglichkeit, ein eigenes TYPO3-Template zu erstellen: So haben Sie die maximale Kontrolle über Layout und Design Ihrer Webpräsenz. Voraussetzung ist, dass Sie über die notwendigen Kenntnisse in HTML, CSS und JavaScript verfügen. Um die Kreation eines solchen Grundgerüsts zu vereinfachen, können Sie selbstverständlich auch auf HTML/CSS-Frameworks wie Bootstrap, ZURB Foundation oder HTML5 Boilerplate zurückgreifen, um nicht komplett bei null beginnen zu müssen. Als Alternative zu der Template-Kreation via HTML-Vorlage, können Sie Ihr Template auch mit der TYPO3-internen Konfigurationssprache TypoScript erstellen. Dies setzt jedoch in jedem Fall eine gewisse Einarbeitungszeit voraus.

Es ist empfehlenswert, das eigene Template als TYPO3-Extension anzulegen. Auf diese Weise lässt sich die Vorlage einfach und unkompliziert über den Extension Manager einbinden.

Video: So erstellt man ein TYPO3-Template mit Bootstrap

Welche Schritte sind mit einem TYPO3-Update verbunden?

Wenn ein Upgrade auf eine neue TYPO3-Version ansteht, stehen verschiedene Aufgaben auf der Tagesordnung. Unabhängig davon, ob es sich um ein kleineres Update (z. B. von 7.6.2 auf 7.6.3) oder ein großes Update (z. B. von 6.2 auf 7.6) handelt, sollten Sie zunächst ein Backup der aktuellen TYPO3-Installation sowie der Datenbank erstellen. Kommt es beim Updateprozess zu Komplikationen, können Sie so schnell auf die alte Version zurückwechseln. Vor dem Umstieg auf die neue Version sollte zudem unbedingt der Reference-Index aktualisiert werden. Bei großen TYPO3-Updates, für die der Upgrade-Wizard zur Hilfe genommen werden sollte, sind ferner folgende Schritte notwendig:

  • Umwandlung globaler in lokale Extensions
  • Ausführen des Datenbank-Analyzers
  • Leeren der Cache-Tabelle und Löschen temporärer Cache-Dateien
  • Nutzereinstellungen im Backend löschen
  • Lesen der ChangeLog und NEWS.md-Datei des neuen TYPO3-Updates
  • Aktualisierung der Extensions und des Sprachen-Moduls („language“)

In den meisten Fällen gelingt der Umstieg auf eine neue TYPO3-Version ohne große Komplikationen. Je nach dem Umfang der genutzten Extensions und dem Versionsunterschied unterscheiden sich die notwendigen Anpassungen jedoch. Da diese oft mit erheblichem Aufwand verbunden sind, bieten viele Hosting-Anbieter die Durchführung von TYPO3-Updates als Dienstleistung.

Eindrucksvolle Beispiele für die Möglichkeiten von TYPO3

Wozu TYPO3 in der Lage ist und was man mit dem CMS umsetzen kann, sehen Sie anhand folgender Beispiel-Websites, die auf TYPO3 basieren:

Eine Demoversion von TYPO3, mit der Sie das CMS im Browser ausprobieren können, finden Sie hier.

Vor- und Nachteile von TYPO3

TYPO3 ist im Vergleich zu anderen Content-Managment-Systemen wenig einsteigerfreundlich. Wer noch keinerlei CMS-Erfahrungen hat, wird daher verhältnismäßig lange brauchen, um mit der Bedienung und den verschiedenen Funktionen zurechtzukommen.

Auf der anderen Seite handelt es allerdings um ein enorm flexibles CMS, das bei entsprechendem Know-how extrem viele Möglichkeiten bietet. Dank der diversen Erweiterungen können Sie Ihre TYPO3-Website mit etlichen Features versehen. Über sinnvolle Arbeitshilfen wie die Workflows lässt sich auch die Zusammenarbeit mit mehreren Redakteuren und Admins sehr gut organisieren.

Weitere große Pluspunkte bilden die mehrsprachige Lokalisierung und die Möglichkeit, mehrere Websites über das CMS zu verwalten. Und aufgrund der äußerst großen Community kann man sicher sein, dass TYPO3 auch in Zukunft weiterentwickelt und mit neuen Erweiterungen und Templates versorgt wird. TYPO3 ist somit ein zwar komplexes, aber außerordentlich umfangreiches CMS, das Ihnen beim Webdesign kaum Grenzen setzt.

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