CMS Vergleich 2016: Die 5 beliebtesten Content Management Systeme

Um mit einer Website möglichst viele Besucher anzulocken und zu halten, braucht man ansprechende Inhalte: Texte, Bilder, Videos und Grafiken bieten nicht nur Mehrwert für Leser und User, sie werden auch von Suchmaschinen positiv registriert. Doch diese Inhalte müssen erst einmal verwaltet, veröffentlicht, aktualisiert und kommuniziert werden. Je nach Größe der Website eine Mammutaufgabe, die ohne das passende Content-Management-System (CMS) nicht zu bewältigen ist. Wir liefern Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Anforderungen an ein CMS und darüber hinaus einen Vergleich der bekanntesten Open-Source-Lösungen.

Wie trifft man die richtige Auswahl?

Macht man sich auf die Suche nach dem passenden Content-Management-System, sieht man schnell den Wald vor lauter Bäumen nicht. Zwischen 250 bis 300 verschiedene Programme sind derzeit auf dem Markt verfügbar. Dabei reicht das Angebot von überschaubaren Blog-Baukästen bis hin zu umfangreichen Enterprise-Systemen. Hier stellt sich die Frage, welchen Ansprüchen ein CMS gerecht werden muss, um das geplante Online-Projekt optimal unterstützen zu können?

Anwendungsfelder im Überblick

Grundsätzlich gibt es drei zentrale Anwendungsfelder für Content-Management-Systeme. Die Auswahl der Software-Lösung für ein neues Online-Projekt sollte sich daran orientieren, welcher Bereich bei der Entwicklung im Vordergrund steht. Gängig ist die Unterteilung in Web-Content-Management, Blog-Publishing/News und Social Publishing/Communitys.

Web-Content-Management

Beim klassischen Web-Content-Management liegt der Fokus darauf, Inhalte für das World Wide Web zu erstellen und zu verwalten. Dabei ist es in der Regel erforderlich, dass mehrere Website-Betreuer (Redakteure) auf das Backend zugreifen können, was komplexe Freigabemethoden erfordert. Wichtig ist zudem eine bestmögliche Aufbereitung der Website mithilfe multimedialer Inhalte. Weitere wichtige Faktoren sind eine umfangreiche Rechteverwaltung, eine Volltextsuche, ein effizientes News-Management sowie die Möglichkeit, Inhalte bei Bedarf mehrsprachig präsentieren zu können.

Blog Publishing/News

Bei dieser Anwendungsform steht ganz klar das Blogging im Mittelpunkt. Die Bereitstellung von Inhalten, eine komplexe Verknüpfung und sinnvolle Kategorisierung sowie die Kopplung mit Social-Media-Plattformen und weiteren Web-2.0-Funktionen sind dabei besonders wichtig. Interaktionsmöglichkeiten mit dem Leser und die zeitgesteuerte Veröffentlichung von Beiträgen gelten als weitere wichtige Features. Ebenso wichtig ist die Möglichkeit, Inhalte schnell und unkompliziert erstellen zu können – idealerweise auch direkt auf dem Mobilgerät.

Social Publishing/Communities

Online-Communitys zu entwickeln und einem größeren Nutzerkreis zur Verfügung zu stellen, erfordert einen deutlich größeren Funktionsumfang als ein einfacher Blog. Das liegt vor allem daran, dass hier keine passive Leserschaft, sondern eine aktive Nutzergruppe ins Visier genommen wird. Dabei wird Content nicht nur durch den Betreiber, sondern auch – und im Idealfall überwiegend – durch die Mitglieder erstellt (user-generated Content). Das Grundsystem von Social-Publishing-Lösungen ist in der Regel modular gestaltet und lässt sich bei Bedarf um die benötigten Web-2.0-Funktionen erweitern.

Tipp

Um das Beste CMS für Ihr Projekt zu finden und von dessen Vorteilen zu profitieren, ist ein klares Verständnis für Inhalt und Ziel Ihres Webprojekts notwendig.

Proprietäre Software vs. Open Source

Zahlreiche Content-Management-Systeme werden von großen Projekt-Communitys quelloffen zur Verfügung gestellt. Man spricht dann von Open-Source-Software. Bei CMS-Systemen dieser Art ist der Programmcode frei zugänglich und kann prinzipiell von jedem eingesehen werden. Nutzer haben somit die Möglichkeit, Veränderungen, Verbesserungen und Erweiterungen vorzunehmen und das CMS an individuelle Anforderungen anzupassen.

Das Gegenstück zu Open-Source-Software stellen proprietäre Lösungen dar. In diesem Fall wird das CMS von einem bestimmten Unternehmen entwickelt und in der Regel als kommerzielles Produkt vertrieben. Der Einsatz proprietärer Content-Management-Systeme ist meist mit dem Erwerb einer kostenpflichtigen Lizenz verbunden. Der Quellcode ist Anwendern nicht zugänglich.

Bei Open-Source-Software hingegen fallen oft keine Lizenzkosten an. Entsprechende Lösungen sind für Unternehmen somit vor allem wirtschaftlich attraktiv. Entwicklungstechnisch stehen etablierte quelloffene CMS-Systeme proprietären Lösungen in nichts nach. Hinter den bekanntesten Projekten wie WordPress oder TYPO3 stehen Entwickler-Communitys mit hohem fachlichem Niveau. Umfangreiche Dokumentationen und der transparente Entwicklungsprozess sorgen zudem dafür, dass Software-Fehler und Sicherheitslücken zeitnah behoben werden.

Doch wie hoch ist der weltweite Marktanteil quelloffener Anwendung im Vergleich zu proprietären Lösungen für den Webseitenbetrieb?

Software-Lösungen für den Webseitenbetrieb im weltweiten Vergleich

Die mit Abstand beliebteste Lösung, um Inhalte schnell und kostengünstig ins Netz zu stellen, bietet WordPress. Dem Analyseunternehmen BuiltWith zufolge basieren weltweit knapp 18 Millionen Webseiten auf dem quelloffenen CMS. Weitere Open-Source-Projekte, die es in die Top Ten der beliebtesten Software-Lösungen für den Webseitenbetrieb geschafft haben, sind Joomla!, Drupal und TYPO3.

Quelloffene Content-Mangagement-Systeme, die Nutzern in kostenlosen Community-Versionen zur Verfügung stehen, machen im weltweiten Vergleich somit selbst etablierten HTML-Editoren wie Adobe Dreamweaver oder beliebten Online-Diensten wie Googles Blooger.com Konkurrenz.

Klicken Sie hier, um die Infografik zu den Marktanteilen der beliebtesten Content-Management-Systeme herunterzuladen.

Die meist genutzten Software-Lösungen für Webseiten im Vergleich:

CMS Anzahl Webseiten
WordPress ca. 18 Millionen
Adobe Dreamweaver ca. 2,7 Millionen
Joomla! ca. 2,5 Millionen
Blogger ca. 830 Tausend
Drupal ca. 772 Tausend
TYPO3 ca. 425 Tausend
Shopify ca. 282 Tausend
Magento ca. 272 Tausend
PrestaShop ca. 263 Tausend
Brix ca. 151 Tausend

Auch quelloffene Webshop-Lösungen erfreuen sich der Statistik zufolge weltweit großer Beliebtheit. Rund 270.000 Onlinehändler vertrauen auf die E-Commerce-Plattform Magento oder die französische Onlineshop-Software PrestaShop – das modulare System für OnlineshopsPrestaShop. Der Erfolg dieser Systeme zeigt, dass Open-Source-Produkte auch im kommerziellen Webseitenbetrieb zu den Standardlösungen gehören.

Wir nehmen den Erfolg quelloffener Software-Projekte zum Anlass, Ihnen die beliebtesten Open-Source-CMS für den deutschen Markt vorzustellen und ihre wesentlichen Funktionen für den Webseitenbetrieb gegenüberzustellen. Auf eine detaillierte Beschreibung der Systeme WordPress, TYPO3, Joomla!, Drupal und Contao folgt ein tabellarischer Vergleich der Bereiche:

Die beliebtesten CMS-Systeme im Detail

Die Open-Source-Systeme WordPress, TYPO3, Joomla!, Drupal und Contao gelten in Deutschland als Standardlösungen für den professionellen Webseitenbetrieb. Doch nicht jedes System ist für Ihr individuelles Vorhaben gleich gut geeignet. Wir haben die Kernfunktionen, Anwendungsfelder und Systemvoraussetzungen der Content-Management-Systeme für Sie zusammengetragen. Erleichtern Sie sich Ihre Entscheidung mit unseren übersichtlichen Pro- und Contra-Tabellen.

WordPress

WordPress ist mit rund 18 Millionen Installationen weltweit das meistgenutzte Open-Source-CMS auf dem Markt. Ursprünglich als Blogsystem konzipiert, stehen für die Grundinstallation inzwischen diverse Erweiterungen zur Verfügung, die es ermöglichen, die Software zu einem voll funktionsfähigen Content-Management-System aufzurüsten.

Fakten
  • 18.000 Erweiterungen und über 14.000 kostenlose Designvorlagen
  •  „Fünf-Minuten-Installation“ möglich
  • Suchmaschinenfreundliche URLs
  • Publishing- und Verwaltungstools für mobile Lösungen
Systemvoraussetzungen WordPress 4.7.2
  • Webserver: Jeder Server mit PHP- und MySQL/MariaDB-Support (Empfehlung: Apache)
  • Middleware: PHP 7 oder höher
  • Datenbank: MySQL 5.6 oder höher / MariaDB 10.0 oder höher
  • Hardware: Die Entwickler empfehlen ein PHP-Memory-Limit von 32 MB oder mehr
  • Weitere Empfehlungen: HTTPS-Support / Für suchmaschinenfreundliche URLS wird das Apache-Modul mod_rewrite benötigt

Die große Nutzergemeinde der Software profitiert von einer riesigen Auswahl an Themes, Plug-ins und Widgets. Kritiker bemängeln jedoch, dass das System dadurch nicht nur komplex, sondern vor allem auch unübersichtlich und schwerfällig geworden ist. Zudem trifft WordPress das Schicksal aller erfolgreichen Software-Entwicklungen: Aufgrund seiner Verbreitung ist das CMS ein beliebtes Ziel für Hackerangriffe. Das hat zur Folge, dass Nutzer ihre Installation relativ häufig mit Sicherheitsupdates auf den neusten Stand bringen müssen. Diese werden nach Sicherheitsvorfällen zwar zeitnah veröffentlicht, sind jedoch nicht immer mit den zahlreichen Erweiterungen kompatibel, die für einen effektiven Einsatz der Software benötigt werden. Ein Software-Update kann so – vor allem bei umfangreichen Projekten – mit erheblichem Administrationsaufwand verbunden sein.

Durch den geringen Einrichtungsaufwand der Basis-Installation eignet sich WordPress gut für kleine und einfach strukturierte Websites. Speziell Bloggern, die ihren Besuchern häufig wechselnde Inhalte in ansprechenden Layouts zur Verfügung stellen möchten, steht mit WordPress ein effektives CMS mit intuitiv nutzbarer Weboberfläche zur Verfügung. Mit zunehmender Komplexität des eigenen Online-Projekts nimmt die Benutzerfreundlichkeit der Software jedoch deutlich ab. Zwar lassen sich prinzipiell auch umfangreiche Enterprise-Projekte realisieren, in solch einem Fall geht das Mehr an Funktionen jedoch zwangsläufig mit einem zunehmenden Administrationsaufwand einher.

Wird ein stabiler Webseitenbetrieb angestrebt, stellt WordPress bei wachsendem Besucheraufkommen vergleichsweise hohe Anforderungen an den Server. Anwender die komplexe Multi-Domain-Projekte mit mehrsprachiger Ausrichtung anstreben, sollten statt WordPress lieber ein CMS wie TYPO3 ins Visier nehmen.

Pro Contra
✔ Große Community ✘ CMS-Funktionen benötigen zusätzliche Erweiterungen
✔ Geringer Aufwan✘ d bei Installation und Einrichtung ✘ Plug-ins weisen oft Sicherheitslücken auf
✔ Intuitiv bedienbare Nutzeroberfläche ✘ Eingeschränkte Stabilität und Performance bei hohem Traffic
✔ Einfache Integration von Plug-ins und anderen Erweiterungen ✘ Häufige Sicherheits-Updates führen zu zusätzlichem Administrationsaufwand

Für WordPress-Einsteiger eignet sich die 1-Click-Installation im Rahmen eines Managed WordPress-Hosting-Pakets. Dabei übernimmt der Anbieter die komplette technische und serverseitige Verwaltung, sodass sich Webseitenbetreiber voll und ganz auf ihre Inhalte konzentrieren können.

Haben wir Ihr Interesse am CMS-Markführer geweckt? Weitere Informationen zu der beliebten Blogging-Software finden Sie in unserem WordPress-Grundlagenartikel.

TYPO3

TYPO3 ist neben WordPress das wohl bekannteste Open-Source-CMS. Das Software-Projekt versteht sich als Enterprise-Management-System und wird von einem versierten Entwicklerteam kontinuierlich vorangetrieben und technisch auf dem neusten Stand gehalten. Weite Verbreitung findet TYPO3 vor allem im deutschsprachigen Raum, wo das CMS als Paradelösung für große Unternehmens-Portale und E-Commerce-Plattformen gilt.

Fakten
  • Enterprise-Content-Management-System
  • Riesiger Funktionsumfang
  • Umfangreiche integrierte Rechteverwaltung
  • Unkomplizierte Anbindung anderer Systeme wie CRM- oder ERP-Lösungen
Systemvoraussetzungen TYPO3 CMS 8.5.1
  • Webserver: Apache (empfohlen), MS IIS, NGINX
  • Middleware: PHP 7 oder höher
  • Datenbank: MySQL 5.5 oder höher / MS SQL Server 2000 / PostgreSQL 7.x und 8.x / Oracle 8, 9, 10 und 11 / Firebird 1.5.2
  • Hardware: mindestens 256 MB RAM
  • Weitere Empfehlungen: GraphicsMagick oder ImageMagick; GDlib; Freetype; zlib; sofern ein Apache-Server im Einsatz ist: mod_gzip, mod_deflate, mod_rewrite; PHP-Cache (beispielsweise APCu, PHP-Accelerator, OPcache oder Zend Accelerator); Individuelle Erweiterungen können zusätzliche Software erfordern.

TYPO3 besticht durch eine große Community, die Einsteigern bei Problemen und Fragen mit schneller, unkomplizierter Hilfe zur Seite steht. Darüber hinaus gibt es zahlreiche professionelle Anbieter, die sich auf einen TYPO3-Support spezialisiert haben und Business-Anwendern Agenturdienste zur Verfügung stellen.

Ein professioneller Einsatz des leistungsstarken CMS erfordert Fachkenntnisse. Sind diese vorhanden, lassen sich selbst komplexe Seitenstrukturen mit mehrsprachigen Inhalten zufriedenstellend umsetzen. Der beträchtliche Funktionsumfang gewährleistet eine professionelle Rechteverwaltung auf Enterprise-Niveau und bietet Schnittstellen zu klassischen Business-Anwendungen wie CRM- und ERP-Systemen. Kritiker bemängeln jedoch die lange Einarbeitungszeit und einem vergleichsweise hohen Administrationsaufwand.

Grundsätzlich ermöglicht das umfangreiche Funktionsspektrum von TYPO3, nahezu jedes denkbare Online-Projekt umzusetzen. Dies schlägt sich jedoch in einem beträchtlichen Aufwand für Installation, Konfiguration und Wartung nieder. Die Bekanntheit und der gute Ruf der Software tragen immer wieder dazu bei, dass auch vergleichsweise kleine Websites mit TYPO3 realisiert werden. Anwender betreiben in diesem Fall meist mehr Aufwand als nötig. Ist das umfangreiche Funktionsspektrum des Enterprise-CMS nicht erforderlich, dann sind Webseitenbetreiber mit einer modular aufgebauten Software mit schlanker Grundinstallation in der Regel besser bedient. Für komplexe Projekte, die von erfahrenen IT-Fachleuten begleitet werden, bildet TYPO3 hingegen die optimale Grundlage für den erfolgreichen Online-Auftritt.

Pro Contra
✔ Weit verbreitetes CMS mit großer Community (darunter zahlreiche Experten) ✘ Implementierung, Konfiguration und Administration erfordern viel Know-how
✔ hohe Funktionsvielfalt, Flexibilität und Erweiterbarkeit ✘ Durch das große Funktionsspektrum stellt TYPO3 höhere Ansprüche an das Hosting als vergleichbare Systeme
✔ Umfangreiche Rechteverwaltung auf Enterprise-Niveau ✘ Die Einarbeitungszeit für Laien ist vergleichsweise hoch

Wird TYPO3 für große und komplexe Projekte eingesetzt, sollte die Installation im Rahmen eines Hosting-Pakets erfolgen. Mit dem TYPO3-Hosting von 1&1 lässt sich das CMS beispielsweise mit einer Click-&-Build-App in wenigen Schritten installieren.

Weiterführende Informationen zu TYPO3 und eine detaillierte Beschreibung des beträchtlichen Funktionsumfangs finden Sie in unserem Grundlagenartikel.

Joomla!

Mit 2,5 Millionen Installationen weltweit ist Joomla! der zweitgrößte Vertreter auf dem CMS-Markt. Die Software richtet sich gleichermaßen an Einsteiger und Fortgeschrittene, ist in der Anwendungen jedoch anspruchsvoller als WordPress. Anders als beim Markführer werden umfangreiche CMS-Funktionalitäten bereits ohne Erweiterung bereitgestellt. Ein Bonus für Laien ohne professionellen IT-Hintergrund ist die gute Dokumentation in Form von community-gestützten Online-Handbüchern sowie das aktive Nutzerforum.

Fakten
  • Aktuell circa 7.400 Erweiterungen verfügbar
  • Objektbasierte Verwaltung von Inhalten
  • Community-Support durch aktuell circa 175.000 User in deutschen Foren
Systemvoraussetzungen Joomla! 3.x
  • Webserver: Apache HTTP Server 2.0 (2.4 empfohlen) mit mod_mysql, mod_xml, und mod_zlib; Nginx 1.8 oder höher; MS IIS 7
  • Middleware: PHP 5.6 (7.0 oder höher empfohlen)
  • Datenbanken: MySQL 5.1 mit InnoDB-Support (5.5.3 oder höher empfohlen); MS SQL Server 10.50.1600.1 (10.50.1600.1 oder höher empfohlen), PostgreSQL 8.3.18 (9.1 oder höher)

Bei Joomla! handelt es sich um die Weiterentwicklung des Open-Source-CMS Mambo. Das System erfreut sich vor allem in den USA großer Beliebtheit und zeichnet sich durch ein vollständig objektorientiertes Software-Design auf Basis eines eigenständigen MVC-Frameworks aus. Das ermöglicht es Joomla!-Nutzern, eigene Erweiterungen zu schreiben und auf Wunsch mit der Community zu teilen – wahlweise über das joomla!-eigene Repository, mit dem sich Erweiterungen bequem über das Backend installieren lassen. Eigene Templates lassen sich bei Joomla modular durch das Zusammenfügen vordefinierter Inhaltselemente erstellen.

Joomla! untergliedert Erweiterungen in Plug-ins, Komponenten und Module. Diese können sowohl im Backend als auch im Frondend zum Einsatz kommen, was bei Anwendern mitunter zu Irritationen führt. Die Rechteverwaltung und Freigabeprozesse werden bei größeren Projekten gelegentlich als Lückenhaft empfunden. Auch hier schaffen Erweiterungen Abhilfe – diese stehen jedoch nicht immer kostenlos zur Verfügung.

Pro Contra
✔ Vergleichsweise geringer Installations- und Konfigurationsaufwand ✘ Lückenhafte Rechteverwaltung
✔ Großer Pool an Erweiterungen und Designs ✘ Ausgereifte Erweiterungen sind teilweise kostenpflichtig
✔ Benutzerfreundliche Template-Erstellung ✘ Erweiterungen müssen teilweise manuelle aktualisiert werden

Aufgrund seiner Komplexität ist es ratsam, Joomla! über einen Hosting-Anbieter zu beziehen. So werden die technische Infrastruktur sowie regelmäßige Updates beim Joomla!-Hosting direkt vom Anbieter zur Verfügung gestellt, was die Verwaltung des CMS deutlich vereinfacht.

Einen tieferen Einblick in das Funktionsspektrum des benutzerfreundlichen Open-Source-CMS bietet unser Joomla!-Grundlagenartikel.

Drupal

Das modulare CMS Drupal wurde ursprünglich als studentische Community-Lösung entwickelt, steht der Internetgemeinde heute jedoch als vollwertiges Open-Source-CMS zur Verfügung. Die Software kommt mit einer extrem schlanken Grundinstallation daher, die sich durch Module umfangreich erweitern lässt. Auch heute liegen die Stärken des Projekts im Community-Bereich. Bereits das Basis-Modul stellt zahlreiche Web-2.0- und Community-Funktionen wie Weblogs, Foren und Tag-Clouds bereit.

Fakten
  • Sehr flexibler, modularer Aufbau
  • Schlanke Grundinstallation mit mehr als 36.000 Erweiterungsmodulen
  • Fokus auf Social-Publishing- und Community-Projekte
  • Mehr als 1100 Distributionen als Komplettlösung für typische Anwendungsfälle
Systemvoraussetzungen Drupal 8
  • Webserver: Apache, Nginx, MS IIS oder jeder andere Webserver mit PHP-Support
  • Middleware: PHP 5.5.9 oder höher
  • Datenbank: MySQL 5.5.3, MariaDB 5.5.20, Percona Server 5.5.8 oder höher (PDO eine InnoDB-kombatible Storage-Engine erforderlich); PostgreSQL 9.1.2 oder höher (mit PDO); SQLite 3.7.11 oder höher

Das CMS Drupal bietet mit seinem modularen Aufbau umfangreiche Individualisierungsmöglichkeiten. Anwender, die genau wissen, was sie benötigen, können sich die manuelle Zusammenstellung der Software-Komponenten jedoch ersparen. Für zahlreiche Einsatzszenarien stehen bereist vorkonfigurierte Distributionen auf Basis des Drupal-Frameworks zur Verfügung.

Mit seinem Fokus auf Social-Publishing eignet sich Drupal hervorragend für kleine und mittlere Community-Projekte. Das große Spektrum an Erweiterungen ermöglicht es zudem, Unternehmens-Portale mit komplexen Multi-Domain-Strukturen zu realisieren. Die Administration eines CMS-Kerns mit umfangreichen Erweiterungen erfordert jedoch Fachkenntnisse und Fingerspitzengefühl. Reichen die Grundfunktionen der Software nicht aus, müssen zusätzliche Module manuell via FTP nachinstalliert werden. Diese stehen zudem in komplexer Abhängigkeit. Die Aktualisierung von Erweiterungen wird durch eine mangelnde Abwärtskompatibilität erschwert.

Das zentrale Anwendungsfeld von Drupal ist der Aufbau von Social-Publishing- und Community-Plattformen. Durch das flexible, modulare System bietet das CMS eine perfekte Lösung für hochdynamische Plattformen, die auf user- generated Content setzen. 

Pro Contra
✔ Kompakter Software-Kern ✘ Aufwendige Konfiguration durch mangelnde Abwärtskompatibilität
✔ Große Auswahl an Erweiterungsmodulen und vordefinierten Drupal-Distributionen ✘ Schlanke Grundversion erfordert viele Nachinstallationen
✔ Unterstützt Multi-Domain-Management ✘ Installation von Modulen nur über FTP möglich

Insbesondere, wenn Drupal als Community-Plattform zur Anwendung kommt, hat Datensicherheit höchste Priorität. Das Drupal-Webhosting von 1&1 erhöht diese um ein Vielfaches und bietet außerdem einen ortsunabhängigen Zugriff auf das CMS.

Auch zu Drupal stellen wir Ihnen einen ausführlichen Grundlagenartikel zur Verfügung.

Contao

Das CMS Contao (früher TypoLight) ist – wie der ursprüngliche Name andeutet – eine klare und benutzerfreundliche Content-Management-Lösung. Das System punktet durch ein intuitiv nutzbares, mehrsprachiges Backend und eine übersichtlich gestaltete Verwaltungsebene. Besonderes Augenmerk widmet das Software-Projekt der Kompatibilität zu Webstandards und der barrierefreien Bereitstellungen von Online-Inhalten in XHTML Strict oder HTML 5.

Fakten
  • Benutzerfreundliches CMS mit großem Funktionsumfang
  • mehr als 1900 Erweiterungen verfügbar
  • Mehrsprachiges Backend
  • Live-Update-Service
  • Online-Demo
Systemvoraussetzungen Contao 4.3
  • Webserver: Apache oder IIS mit PHP- und MySQL-Support
  • Middleware: PHP 5.5.0
  • Datenbank: MySQL 5.0.3
  • Weitere Empfehlungen: Um vom vollen Funktionsumfang zu profitieren, sind folgende PHP-Erweiterungen erforderlich: GD, Imagick oder Gmagick; DOM; intl; mbstring; mcrypt

Das CMS Contao, das international eher zu den Außenseitern gehört, erfreut sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Die Software verfügt bereits in der Grundkonfiguration über ein umfangreiches Funktionsspektrum und lässt sich mit mehr als 1900 verfügbaren Erweiterungen flexibel an individuelle Bedürfnisse anpassen.

Das CMS-System bietet einen intgrierten Theme-Manager. Dieser ermöglicht es, Design und Layout einer Website auf Basis von Conato mithilfe vorgefertigter Module individuell zu konfigurieren. Darüber hinaus werden Webseitenbetreibern professionelle Themes zu diversen Anwendungsfeldern und Branchen über die Contao-Website angeboten. Diese müssen in der Regel jedoch kostenflichtig erworben werden müssen.

Die Software ist für ihre hohen Sicherheitstandards bekannt und kommt Anwendern mit einem benutzerfreundlichen Live-Update per Klick engegegen. Für die LTS-Version des CMS wird ein Long-Time-Support von 4 Jahren garantiert.

Eine Online-Demo sowie umfangreiches Dokumentationsmaterial ermöglichen einen schnellen Einstieg in die Webseitenerstellung. Die Serverkompatibilität lässt sich auf Wunsch durch den Contao-Check sicherstellen.

Das flexible CMS richtet sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen sowie den Non-Profit-Bereich. Diesen Anwendern bietet die Software eine leistungsfähige Systemarchitektur, die sich durch Erweiterungen den diversen Anforderungen des professionellen Webseitenbetriebs anpassen lässt. Realisieren lassen sich so beispielsweise Intranet-Lösungen, E-Commerce-Plattformen, Unternehmensportale oder Microsites, die selbst in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Webanalyse keine Wünsche offenlassen.

Lediglich mehrstufige Workflows lassen sich mit Contao in der Standardkonfiguration nicht umsetzen. Anwender, die komplexe Enterprise-Projekte mit detaillierten Authentifizierungs- und Freigabeprozessen umsetzen möchten, sollten stattdessen lieber zu etablierten Standardlösungen wie TYPO3 greifen.

Pro Contra
✔ Leistungsfähige und erweiterbare Systemarchitektur ✘ Nicht für komplexe Enterprise-Lösungen geeignet
✔ Nutzerfreundliche Installation, Verwaltung und Aktualisierung von Erweiterungen ✘ Mehrstufige Workflows werden nicht unterstützt
✔ Gute Sicherheitsbilanz ✘Vergleichsweise kleine Community

Mit einem Webhosting-Paket von 1&1 lässt sich Contao schnell und unkompliziert mit nur einem Klick installieren.

Weitere Informationen und eine detailliere Beschreibung der dem CMS zugrundeliegenden Seitenstruktur bietet unser Contao-Grundlagenartikel.

Dreamweaver: Die Alternative zum Content-Management-System

Betrachtet man die Statistik von BuiltWith sticht vor allem eine Alternative zu quelloffenen Content-Management-Systemen ins Auge: Rund 2,7 Millionen Webseitenbetreiber ziehen es vor, ihre Website von Grund auf selbst zu erstellen und setzen dabei auf den HTML-Editor Dreamweaver. Die ursprünglich von Macromedia entwickelte Webdesign-Software wird heute von Adobe Systems vertrieben und steht Anwendern im Rahmen der Creative Cloud (CC) als proprietäres Produkt für macOS und Windows zur Verfügung.

Für die grafische Bearbeitung von Webseiten und mobilen Inhalten kombiniert Dreamweaver einen WYSIWYG-Editor mit einer leistungsfähigen Coding-Engine. Diese stellt Entwicklern diverse Funktionen wie Syntax-Highlighting, automatische Code-Vervollständigung, Validierung und eine Browser-Vorschau in Echtzeit zur Verfügung. Neben HTML5 und CSS unterstützt die Software Webstandards wie PHP, Java, JavaScript, ASP oder XML sowie die CSS-Präprozessoren SASS, Less und SCSS. Ein zeitgemäßes Responsive Webdesign lässt sich mit Hilfe des integrierten CSS-Frameworks Bootstrap realisieren.

Aufgrund des umfangreichen Funktionsspektrum und der vergleichsweise hohen Kosten für eine Nutzerlizenz richtet sich die leistungsstarke Software in erster Linie an professionelle Anwender und Agenturen. Weitere Informationen zur Adobe Dreamweaver sowie eine Beschreibung attraktiver Alternativen auf Open-Source-Basis finden Sie in unserem weiterführenden Artikel zum Thema.

Erwartungen und Anforderungen an ein CMS-System

Bevor Sie sich für eines der zahlreichen Content-Management-Systeme entscheiden, gilt es zunächst, die Ziele für das geplante Online-Projekt zu definieren. Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund:

  • Welche Art von Inhalt soll angeboten werden?
  • Wer stellt die Inhalte bereit?
  • Wie sieht die Zielgruppe aus?
  • Welche Ressourcen stehen für den Webseitenbetrieb zur Verfügung?

Darüber hinaus ist es wichtig, abzuschätzen, wie viele Personen zeitgleich an dem CMS arbeiten und welche Workflows realisiert werden sollen. Richtet sich ein einzelner Blogger an die Internetgemeinde, wird die Erstellung von Inhalten von einem ganzen Redaktionsteam übernommen oder sogar von den Besuchern der Webseite selbst?

Welche Prioritäten in Bezug auf Installations- und Konfigurationsaufwand, Benutzung, Verwaltung und Funktionalität gesetzt werden, muss jeder Webseitenbetreiber in Hinblick auf das geplante Vorhaben abwägen. Während für den einen die Benutzerfreundlichkeit oder eine einfache Anbindung an andere Systeme an erster Stelle stehen, legen andere den Fokus auf die Suchmaschinenoptimierung, einen barrierefreien Zugang zu Online-Inhalten oder Sicherheitsfunktionen auf Enterprise-Niveau.

Bei der Wahl des passenden CMS-Systems steht die enorme Bandbreite unterschiedlicher Funktionen den individuellen Anforderungen gegenüber. Diese unterscheiden sich von Anwender zu Anwender. Hier hilft nur der direkte Vergleich. Informieren Sie sich anhand von Vergleichstabellen darüber, für welche Anwendungsfelder sich die vorgestellten Lösungen am besten eignen und welche Systemressourcen Sie für einen reibungslosen Betrieb bereitstellen müssen.

Implementierung, Installation und Konfiguration

Eine erste Hürde auf dem Weg zum CMS-gestützten Online-Projekt stellt die Installation der gewählten Software-Lösung dar. Hier gilt, je komplexer das System, desto aufwendiger die Einrichtung und Wartung. Joomla! und WordPress punkten mit einem Wizard, der den Zeitaufwand für die Installation erheblich reduziert. Kleine Web-Projekte lassen sich so binnen Minuten online stellen. Auch Drupal kommt Anwendern mit einer schlanken Grundinstallation entgegen. Viele Vorhaben erfordern jedoch zusätzliche Module, die sich nur mühsam via FTP nachinstallieren lassen.

Komplex gestaltet sich auch die Installation des selbsternannten Enterprise-Content-Management-Systems TYPO3. Dieses richtet sich in erster Linie an Anwender, die große Internet-Projekte wie Unternehmensportale oder E-Commerce-Plattformen umsetzen möchten. Webseitenbetreiber sollten fundiertes Fachwissen mitbringen, um Installation, Konfiguration und Administration der Software fehlerfrei durchführen zu können.

Alle Open-Source-Lösungen in unserem CMS-Vergleich basieren auf der Programmiersprache PHP. TYPO3-Nutzer sollten zudem Kenntnisse der Datenbanksprache SQL und der clientseitigen Skriptsprache JavaScript mitbringen. Möchten Webseitenbetreiber Templates selbst erstellen oder individuell anpassen, genügen bei Joomla!, WordPress, Drupal und Contao PHP-Kenntnisse. TYPO3 hingegen verwendet die eigenen Templatesprache TypoScript.

Eine Erweiterbarkeit durch Extensions, Plug-ins, Widgets oder Module ist bei allen vorgestellten Content-Management-Systeme gegeben. Zahlreiche Funktionen lassen sich ausschließlich auf Basis von Erweiterungen nutzen. Welche Features nativ unterstützt werden und wann zusätzlicher Installationsaufwand anfällt, zeigt die Vergleichstabelle.

  WordPress TYPO3 Joomla! Drupal
Kategorie Weblog-Software Enterprise-Content-Management-System Web-Content-Management-System Web-Content-Management-System
Lizenz GNU GPLv2+ GPL GNU GPL v2 GPL
Betriebssystem plattformunabhängig plattformunabhängig plattformunabhängig plattformunabhängig
unterstützte Webserver Webserver mit PHP- und MySQL-Support. Apache, NGINX, MS IIS Apache, Nginx, MS IIS Webserver mit PHP-Support
unterstützte Datenbanken MySQL, MariaDB MySQL, PostgreSQL, Oracle, Firebird, MS SQL Server MySQL, MS SQL Server, PostgreSQL MySQL, MariaDB, Percona Server, PostgreSQL, SQLite
Middleware PHP PHP, SQL, JavaScript PHP PHP
Templatesprache PHP TypoScript PHP PHP
Extensions und Erweiterungmodule
browserbasiertes Backend
Reporting-Funktionen nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung
(z.B für Data-Mining)        
XML-Schnittstelle nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung
Integration eigener Skripte nur mit Erweiterung
Berücksichtigung aktueller Webstandards

Benutzerverwaltung

Alle Open-Source-Lösungen in unserem CMS-Vergleich lassen sich als Mehrbenutzersystem verwenden. Bei Systemen dieser Art stellt sich zwangsläufig die Frage: Wer darf was? Welche Funktionalitäten ein CMS für die Benutzerverwaltung zur Verfügung stellt, sollte vor allem dann zentralen Auswahlkriterium sein, wenn eine Website von mehreren Nutzern parallel mit Inhalten bespielt wird. Folgende Tabelle zeigt, dass nahezu alle Systeme in unserem CMS-Vergleich die wesentlichen Funktionen im Rahmen der Benutzerverwaltung nativ unterstützen. Lediglich im Bereich mehrstufiger Workflows ist das CMS Contao, das sich in erster Linie an mittelständische Unternehmen richtet, auf Erweiterungen angewiesen.

  WordPress TYPO3 Joomla! Drupal Contao
Mandantenfähigkeit
Benutzergruppen
Vererbung von Benutzerrechten
Beschränkung von Nutzerrechten
Mehrstufige Freigabekontrolle
Mehrstufige Workflows nur mit Erweiterung

Bedienung und Content-Erstellung

Webseitenbetreiber setzen auf CMS-Systeme, um sich die Erstellung und Veröffentlichung von Online-Inhalten zu erleichtern. Ein gutes CMS bietet Funktionalitäten, die es Anwendern ermöglichen, den Website-Content auch ohne Programmierkenntnisse zu verwalten. Zentrale Auswahlkriterien sind ein intuitiv nutzbarer WYSIWYG-Editor mit Vorschaufunktion und Rechtschreibprüfung, Importmöglichkeiten für Nicht-Text-Elemente wie Videos, interaktive Flash-Animationen oder Audio-Inhalte sowie eine Suchfunktion mit Volltextsuche.

Um Webseitenbesuchern die Navigation zu relevanten Inhalten zu erleichtern, sollte das CMS zudem ein Tagging-System zur Verfügung stellen, mit dem sich Inhalten aussagekräftige Schlagwörtern zuordnen lassen.

Steht das News-Publishing im Vordergrund, sollte das CMS-System Blogging-Funktionalitäten unterstützen, die es ermöglichen, neue Inhalte über Web-Feeds zu promoten und Lesern Feedback-Kanäle wie ein Gästebuch oder eine Kommentarfunktion zur Verfügung stellen. Anwender, die internationale Projekte realisieren möchten, sollten darauf achten, dass sich Inhalte in mehreren Sprachversionen bereitstellen lassen.

  WordPress TYPO3 Joomla! Drupal Contao
WYSIWYG – Editor
Multimedia-Elemente (Videos, Audio-Inhalte oder Flash-Animationen) nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung
Blog-System nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung
Rechtschreibprüfung nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung
Vorschaufunktion
Mehrsprachigkeit nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung
Suchfunktion nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung
Tagging nur mit Erweiterung nur mit Erweiterung

Suchmaschinenoptimierung und Responsive Design

Hochwertige Inhalte sind der Schlüssel zur erfolgreichen Website. Doch Webseitenbetreiber die einen Spitzenplatz im Suchmaschinenranking erobern möchten, müssen auch technische Anforderungen erfüllen. Diese betreffen die URL-Struktur eines Online-Projekts, die Ausgestaltung von Meta-Informationen sowie die Ausrichtung des Layouts auf mobile Endgeräte.

Alle Open-Source-Lösungen in unserem CMS-Vergleich bieten Anwendern die Möglichkeit, parametrisierte URLs in ein „sprechendes“ URL-Schema umzuschreiben, das sich sowohl von menschlichen Nutzern als auch von der Suchmaschine interpretieren lässt. Nicht jedes CMS unterstützt diese Funktion nativ ohne Erweiterung.

Einen wesentlichen Einfluss auf das Suchmaschinen-Ranking haben zudem Meta-Informationen wie der Title und die Description einer Webpage. Diese werden Nutzern zusammen mit der URL als Snippet auf der Suchergebnisseite ausgespielt, dienen somit als Teaser und sollten im besten Fall zum Klicken animieren. Alle vorgestellten Open-Source-Systeme bieten Anwendern die Möglichkeit, für jede Unterseite eines Online-Projekts individuelle Meta-Informationen manuell zu erstellen.

Mit der steigenden Anzahl mobiler Aufrufe änderten sich auch die Ansprüche, die Nutzer an Internetangebote stellen. Betreiber, die das Layout ihrer Website noch immer ausschließlich auf Desktop-Nutzer ausrichten, verschenken Potenzial und müssen mit einem Abstieg im Suchmaschinen-Ranking rechnen. Bei der Umsetzung neuer Online-Projekte sollte das Thema Mobilfreundlichkeit daher Priorität haben. Grundsätzlich kommen CMS-Systeme Anwendern dabei durch die strikte Trennung von Inhalt und Darstellung entgegen. Für alle vorgestellten Lösungen finden sich Templates, die sich im Rahmen eines Responsive Designs automatische an die Displaygröße unterschiedlicher Nutzer-Endgeräte anpassen. Doch Vorsicht: Nicht immer werden diese kostenlos zur Verfügung gestellt.

  WordPress TYPO3 Joomla! Drupal Contao
Suchmaschinenfreundliche Urls nur mit Erweiterung
Manuelle Eingabe von Metadaten wie Title, Description und Keywords
Responsive Webdesign möglich

Sicherheit & Service

Service und Support sind entscheidende Faktoren für die Auswahl eines CMS. Gerade kleine und mittlere Unternehmen können es sich in der Regel nicht leisten, kostenpflichtige Dienstleistungen professioneller Agenturen in Anspruch zu nehmen, um sich bei Konzeption, Umsetzung und Wartung der Web-Präsenz unter die Arme greifen zu lassen.

Ausschlaggebend für den sicheren Betrieb ist daher, ob ein Open-Souce-CMS die benötigten Informationen sowie Ressourcen in Form von Themes, Plug-ins und regelmäßigen Updates zur Verfügung stellt. In unserem CMS-Vergleich haben wir uns daher ausschließlich auf Systeme konzentriert, die über eine große Nutzer- und Entwickler-Community verfügen und Anwendern alle für den sicheren Einsatz benötigten Informationen in einer ausführlichen Projekt-Dokumentation zur Verfügung stellen. Alle Projekte bieten öffentliche Release-Pläne, regelmäßige Software-Updates und eine transparente Protokollierung von Sicherheitslücken.

Dass Open-Source-Software in puncto Sicherheit durchaus mit kostenpflichtiger proprietärer Software mithalten kann, ergab eine Studie des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aus dem Jahr 2013. Untersucht wurden unter anderem die hier vorgestellten Systeme Joomla!, TYPO3, WordPress und Drupal. Das Fazit der Prüfer: Die Umsetzung von Sicherheitsprozessen war bei allen untersuchten Open-Source-Lösungen auf dem Stand der Technik und zum Teil besser als bei unter Zeitdruck entwickelten kommerziellen Produkten. Der Einsatz im professionellen Webseitenbetrieb wird ausdrücklich empfohlen.

Lediglich das CMS Contao fand in der Sicherheitsstudie keine Berücksichtigung. Ausführliche Informationen und einen kostenlosen PDF-Download finden Sie auf der offiziellen Webpräsenz des BSI

  WordPress TYPO3 Joomla! Drupal Contao
Dokumentation
Tutorials
Community

Fazit

Unser CMS-Vergleich zeigt: Jeder vorgestellten Lösung liegen bestimmte Ziele der Software-Entwicklung zugrunde, die die Ausrichtung des Projekts maßgeblich beeinflussen. Ein perfektes Content-Management-System, das allen Ansprüchen des Webseitenbetriebs gleichermaßen gerecht wird, werden Sie vergeblich suchen. Und auch wir präsentieren Ihnen im Fazit unserer Gegenüberstellung keinen Gewinner. Stattdessen gilt es, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme im Hinblick auf das eigenen Vorhaben und individuelle Ansprüche abzuwägen.

Während sich WordPress in erster Linie an die Blogger-Szene richtet und für einen Einsatz als CMS zunächst mit entsprechenden Erweiterungen aufgerüstet werden muss, bietet ein Systeme wie TYPO3 bereits in der Grundinstallation ein umfangreiches Funktionsspektrum, das im Rahmen kleiner Online-Projekte jedoch nur selten ausgeschöpft wird.

Das modulare CMS Drupal ist im Rahmen eines Community-Projekts entstanden und kommt Anwender noch heute mit einer breiten Palette an Web-2.0-Funktionen entgegen. Wer diese im Rahmen des eigenen Projekts nicht benötigt, sollte ein anderes Content-Management-System wählen. Beispielsweise Joomla!. Auch hier bietet der große Pool an Erweiterungen Anwendern die Möglichkeit, das System individuell an die jeweiligen Gegebenheiten anzupassen.

Steht Benutzerfreundlichkeit und der barrierefreie Zugang zu Online-Inhalten im Vordergrund, stellt Conato eine gute Lösung dar. Anwender müssen sich in diesem Fall jedoch damit abfinden, dass das kleinste der hier vorgestellten Projekte mit einer überschaubaren Community daherkommt. Im Vergleich zu den anderen Projekten werden Anwendern hier nicht ganz so viele Erweiterungen geboten. Gleiches gilt für die Auswahl professioneller Themes.

Abschließend beteten wir Ihnen eine Vergleichstabelle, in der wir die besprochenen Open-Source-Lösungen in Bezug auf die wesentlichen Auswahlkriterien gegenüberstellen.

  WordPress TYPO3 Joomla! Drupal Contao
Installation und Konfiguration
Benutzerfreundlichkeit (Redakteure)
Benutzerfreundlichkeit (Admin)
Kosten für Erweiterungen sowie zus. Service und Support
Erweiterbarkeit/Individualisierbarkeit
Community
Sicherheit

Tags: E-Commerce / Typo3 / Wordpress / Content Marketing / Online-Shop / Open-Source