Die besten WordPress-Plug-ins zum Erstellen von Back-ups

Wie Airbags und Sicherheitsgurte im Auto stellen Back-ups im Optimalfall nicht mehr als reine Vorsichtsmaßnahmen dar. Erst im Notfall treten ihre Funktionen in Kraft. Die Sicherheit – ob nun die eigene Sicherheit oder die der Daten – sollte man keineswegs dem Zufall anvertrauen. Wer ein komplexes WordPress-Projekt betreibt, der weiß, welche Arbeit dahintersteckt – ein Datenverlust kann monatelange Mühen zunichtemachen und wäre nur schwer zu kompensieren. Grund genug, für den Notfall gerüstet zu sein. Hier erfahren Sie, wie Sie für Ihr Projekt in WordPress ein Back-up erstellen und welche Plug-ins Sie dabei unterstützen.

Back-up-Lösung mit Plug-ins: Für WordPress empfehlenswert

WordPress bietet von Haus aus keine ausreichende Lösung zur Datensicherung. Der interne Exporter speichert nur Teile der Datenbank und vernachlässigt wichtige Dateien wie Themes, Plug-ins oder das WordPress-Grundgerüst. Die meisten Hosting-Anbieter halten aus diesem Grund einen eigenen Back-up-Service bereit, der allerdings nicht selten zu Problemen führt, wenn Sie mehrere Webseiten unter einem Account betreiben. Dann werden beispielsweise nicht nur die Dateien und Datenbankinhalte des betroffenen, sondern aller Projekte wiederhergestellt. Außerdem besitzen Sie hierbei nicht die Kontrolle über die gesicherten Daten.

Erstellen Sie hingegen Ihr eigenes WordPress-Back-up, haben Sie es im Notfall immer einsatzbereit, ohne auf Ihren Webhoster angewiesen zu sein. Für die manuelle Sicherung benötigen Sie einen FTP-Zugang sowie ein Datenbank-Management-System wie phpMyAdmin. Der Prozess bedarf allerdings entsprechender Vorkenntnisse; außerdem ist der Aufwand bei Websites mit dynamischen Inhalten sehr hoch. Aus diesem Grund wurden für WordPress Plug-ins entwickelt, die automatische Back-ups anlegen und weitere Features bieten.

Die besten WordPress-Plug-ins zur Datensicherung

Es gibt eine Vielzahl von WordPress-Erweiterungen, mit denen sich relevanter Dateien sichern lassen. Die verschiedenen Plug-ins unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Komplexität und Nutzerfreundlichkeit sowie der Back-up-Möglichkeiten.

VaultPress

Mit dem Plug-in VaultPress verknüpfen Sie Ihre WordPress-Installation mit dem gleichnamigen Cloud-Datensicherungs-Service des Webentwicklungsunternehmens Automattic. In einem übersichtlichen Web-Dashboard haben Sie mit VaultPress alle automatisch erstellten Back-ups auf einen Blick parat. Die Wiederherstellung funktioniert bequem per Klick, wobei Sie auswählen können, welche Inhalte berücksichtigt werden sollen (Datenbank, Themes, Plug-ins, Uploads). Zusätzliche Features sind Statistiken zu Ihrer Website, der Download von Back-ups sowie optionale Sicherheitsscans und ein Spam-Schutz. Um den Dienst zu nutzen, brauchen Sie pro Projekt einen kostenpflichtigen Lizenzschlüssel. Zwei Pakete stehen zur Auswahl:

LiteBasic
tägliche Back-upsEchtzeit-Back-ups
automatische Wiederherstellungautomatische Wiederherstellung
Zugriff auf die Sicherungen der letzten 30 Tage Zugriff auf alle erstellten Back-ups
Safekeeper-SupportSafekeeper-Support

Fazit: VaultPress ist ein hilfreiches WordPress-Plug-in, das Back-ups zum Kinderspiel macht. Allerdings gilt die erworbene Lizenz jeweils nur für eine Website, was insbesondere Multi-Site-Projekte zu einer teuren Angelegenheit werden lässt. Problematisch ist zudem die Tatsache, dass alle Back-ups auf Servern in den USA gespeichert werden.

BackWPup

Das kostenfreie WordPress-Plug-in BackWPup fügt Ihrem WordPress-Backend einen weiteren Menüpunkt hinzu, in dem Sie individuelle Sicherungsaufträge definieren und überblicken können. Wahlweise können geplante Back-up-Prozesse für Webprojekt-Dateien und Datenbank eingerichtet werden, nach deren Abschluss Sie einen Log-Bericht per E-Mail erhalten. Neben der Speicherung der auf Wunsch komprimierten Sicherheitskopien in einem definierten Verzeichnis auf dem Server unterstützt BackWPup auch die folgenden Speicherorte:

  • FTP-Server (setzt FTP voraus)
  • Dropbox (benötigt cURL)
  • S3-Services wie Amazon (benötigt min. PHP 5.3.3 und cURL)
  • Microsoft Azure (benötigt min. PHP 5.3.2 und cURL)
  • RackSpaceCloud (benötigt min. PHP 5.3.2 und cURL)
  • SugarSync (benötigt cURL)

Neben der kostenlosen Basisversion steht Ihnen eine kostenpflichtige Lizenz für BackWPup Pro zur Verfügung. Zusätzlich zu automatischen Updates und dem Zugriff auf den Premium-Support erhalten Sie dadurch die Möglichkeiten, die Back-ups in Google Drive und Amazon Glacier zu speichern sowie inkrementelle Sicherungen (nur veränderte Inhalte) vorzunehmen.

Fazit: BackWPup ist ein einfach zu installierendes und leicht zu nutzendes WordPress-Plug-in, das diverse Exportmöglichkeiten für die angelegten Back-ups zulässt. Die Basis-Version bleibt immer kostenfrei, für erweiterte Features kann eine Pro-Lizenz gekauft werden. Allerdings lassen beide Ausgaben eine Funktion vermissen, mit der Sie die gesicherten Daten wiederherstellen – hierfür benötigen Sie zusätzliche Software oder ein weiteres Plug-in.

UpdraftPlus

UpdraftPlus ist das auf wordpress.org am besten bewertete WordPress-Plug-in für Back-ups. Die Zufriedenheit der Nutzer kommt nicht von ungefähr: Das Plug-in erweitert Ihre WordPress-Installation um erstklassige Sicherungs- und Wiederherstellungsfunktionen. So können Sie Back-ups beispielsweise manuell oder automatisch alle vier, acht oder zwölf Stunden sowie täglich, wöchentlich, alle zwei Wochen oder monatlich erstellen lassen. Zusätzlich findet ein automatischer Sicherungsprozess statt, wenn Sie Updates für Plug-ins, Dashboard-Themes oder WordPress selbst ausführen. Sowohl bei der Sicherung als auch bei der Wiederherstellung können Sie wählen, welche Komponenten berücksichtigt werden sollen – beispielsweise Plug-ins, Themes oder Content. Ferner überzeugt das WordPress-Plug-in durch die folgenden Features:

  • Große Back-ups lassen sich in verschiedene Archive verteilen
  • 1-Klick-Wiederherstellung
  • Unterstützt diverse Speicherumgebungen wie Dropbox, Google Drive, Rackspace Cloud Files, FTP oder die UpdraftVault

Mit UpdraftPlus Premium gibt es außerdem eine kostenpflichtige Variante der WordPress-Erweiterung, die nicht nur die Unterstützung weiterer Speicherumgebungen wie Microsoft OneDrive und WebDAV hinzufügt, sondern es auch ermöglicht, Datenbank-Back-ups zu verschlüsseln.

Fazit: Bereits in der kostenfreien Variante liefert UpdraftPlus das notwendige Werkzeug, um WordPress-Projekte aller Art lokal oder in der Cloud zu sichern. Werden die Sicherungskopien benötigt, genügt ein Klick, um den alten Zustand von Datenbank oder Website wiederherzustellen. Mit der Premium-Version gelingt zudem die schnelle Migration der Website in einen anderen Webspace. Aufgrund der Komplexität und der etwas komplizierten Benutzeroberfläche ist die Konfiguration insbesondere für unerfahrene User allerdings mit einem hohen Aufwand verbunden.