Wie gefällt Ihnen der Artikel?
13
Wie gefällt Ihnen der Artikel?
13

Die eigene E-Mail-Domain: Professionelle Kommunikation im Netz

Die eigene E-Mail-Adresse gehört zu den wichtigsten Kontaktdaten im Internet. Doch noch immer versäumt ein Großteil der E-Mail-Nutzer die Möglichkeit, mit einer eigenen Mail-Domain einen professionellen Eindruck zu vermitteln. Stattdessen erfreuen sich Freemail-Anbieter großer Beliebtheit. Diese bieten einen soliden Service zum Nulltarif, wirken in der professionellen Kommunikation jedoch wenig seriös. Der Grund dafür ist der Markenname des Mail-Anbieters in der Adresse, zum Beispiel:

vorname.nachname@mail-anbieter.de

Egal für welchen Anbieter Sie sich entscheiden, der Aufbau der E-Mail-Adresse ist stets der gleiche. Um eine eindeutige Zuordnung von Absender und Empfänger zu ermöglichen, bestehen E-Mail-Adressen weltweit aus zwei grundlegenden Bestandteilen: einem Local Part und einem Global Part. Während der Local Part vor dem @-Zeichen dem Benutzernamen eines E-Mail-Kontos entspricht, gibt der Global Part nach dem @-Zeichen die Mail-Domain an – den Teilbereich des Domain-Name-Systems, in dem sich die Adresse befindet. Man spricht daher auch vom Domain-Part. Dieser besteht aus einem Host-Namen und der Top-Level-Domain (TLD). Während Freemail-Kunden nur den Local Part ihrer Adresse unterhalb der Anbieter-Domain frei wählen können, ermöglicht die eigene E-Mail-Domain eine individuelle Adresse:

vorname@nachname.de

vorname.nachname@firma.de

Was Sie bei der eigenen Mail-Domain beachten sollten

Nutzer, die eine eigene E-Mail-Domain registrieren möchten, wählen eine beliebige Top-Level-Domain und einen verfügbaren Domain-Namen innerhalb des gewünschten Namensraums. Hier ist zu beachten, dass jeder Domain-Name unterhalb einer TLD nur einmal vergeben wird. Welche Endungen verfügbar sind, ist abhängig vom Provider. Ist ein Wunschname unter einer bestimmten TLD vergeben, können Nutzer auf eine andere Endung ausweichen. Die neuen Domain-Endungen (nTLD) bieten hierbei gute Möglichkeiten, einen „sprechenden“ Domain-Namen zu kreieren oder regionalen Bezug herzustellen:

buchung@anbieter.hotel

info@firma.berlin

Prüfen Sie jetzt die Verfügbarkeit Ihrer Wunschdomain:

Domain Check
  • ..de
  • ..com
  • ..net
  • ..berlin
  • ..shop

Man sollte jedoch beachten, dass die Regeln, nach denen Domain-Namen gebildet werden, durch die jeweilige Vergabestelle der TLD definiert werden. Grundsätzlich gilt für alle Top-Level-Domains, dass Domain-Namen aus den Buchstaben a–z, den Ziffern 0–9 sowie Bindestrichen gebildet werden können. Zwischen Groß- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden. Einige TLDs wie .de erlauben zudem Sonderzeichen wie Umlaute im Domain-Namen. Die Verwendung in Mail-Domains ist generell jedoch nicht zu empfehlen, da Umlaut-Domains zu Problemen mit Mail-Servern und E-Mail-Programmen führen können.

Welche Vorteile bietet die eigene E-Mail-Domain?

Die eigene E-Mail-Domain bietet gegenüber Freemail-Adressen zahlreiche Vorteile, die sich im Wesentlichen in sechs Punkten zusammenfassen lassen:

Professionell

Beruflicher Erfolg steht und fällt mit einem seriösen Auftritt. Das gilt auch für die E-Mail-Kommunikation. Während Freemail-Adressen mit Anbieter-Domains in der Regel einen unprofessionellen Eindruck erwecken, sichern sich Unternehmer und Selbstständige mit der eigenen Mail-Domain vertrauenswürdige Kontaktadressen – nach Bedarf personenbezogen oder aufgabenorientiert:

mitarbeiter@firma.de
info@firma.de
service@firma.de

bewerbung@firma.de

Prägnant

Bei beliebten Freemail-Anbietern kommunizieren Millionen E-Mail-Kunden unter ein und derselben Domain. Entsprechend schwierig ist es, einen prägnanten Benutzernamen zu registrieren. In der Regel sind geläufige Kombinationen aus Vor- und Nachnamen bereits besetzt, sodass Nutzer zwangsläufig auf Zahlenkombinationen zurückgreifen müssen:

max.mueller1957@mail-anbieter.de

Eine solche Adresse birgt nicht nur Tippfehlerpotenzial, sie ist auch schwer zu merken. Die eigene E-Mail-Domain hingegen ermöglicht kurze, einprägsame Kontaktadressen.

Dauerhaft

Mit einer eigenen Mail-Domain sichern sich E-Mail-Nutzer weitreichende Unabhängigkeit vom jeweiligen Mail-Anbieter. Sollte ein Provider seine Produktpalette umstrukturieren oder das Geschäft einstellen, kann ein Domain-Inhaber mit seiner eigenen E-Mail-Adresse problemlos zu einem anderen Webhoster umziehen. In Deutschland haben Domains einen eigentumsähnlichen Status. So gilt eine .de-Domain beispielsweise als rechtlich geschützter Vermögenswert. Anders hingegen verhält es sich mit einem Benutzerkonto unter einer Anbieter-Domain. Hier ist der Anbieterwechsel immer auch mit dem Wechsel der E-Mail-Adresse verbunden. 

Werbefrei

Freemail-Accounts sind in der Regel mit Werbung verbunden. Doch nicht nur die Gratis-Provider nutzen den Pool an E-Mail-Kunden, um Werbebotschaften zu verbreiten. Aufgrund des einförmigen Schemas benutzername@mail-anbieter.de sind Freemail-Adressen auch ein beliebtes Ziel für Spam. Die eigene E-Mail-Domain hingegen setzt auf ein Bezahlmodell, kommt ohne Anbieterwerbung aus und minimiert das Spam-Risiko. 

Sicherer

Auch Cyberkriminelle erhoffen sich eine hohe Trefferquote, wenn sie Schadprogramme wie Viren oder Trojaner im Streuverfahren an Freemail-Nutzer verteilen. Gratis-Mail-Provider sind ein beliebtes Ziel für Hackerattacken und Phishing-Methoden. Mit einer eigenen Mail-Domain lässt sich die Wahrscheinlichkeit für Hackerangriffe senken. 

Tippfehlerresistent

Richtig konfiguriert sind Adressen mit eigener Mail-Domain deutlich zuverlässiger als Freemail-Adressen. Mithilfe der Catch-all-Funktion ist es möglich, eingehende Nachrichten an eine Domain auf ein Hauptpostfach umzuleiten, auch wenn der Local Part vor dem @-Zeichen aufgrund von Tippfehlern keinem speziellen Postfach zugeordnet werden kann. So wird der Verlust wichtiger Nachrichten vermieden. 

Tipp

Sie wollen eine eigene und individuelle Mail-Domain? 1&1 bietet Ihnen eine professionelle Lösung zur E-Mail-Kommunikation. Entdecken Sie unser E-Mail Portfolio in unserem 1&1 Shop oder checken Sie gleich hier, ob Ihre gewünschte Domain noch verfügbar ist:

So richten Sie Ihre eigene E-Mail-Domain ein

Prinzipiell erfolgt die Registrierung einer Mail-Domain bei jedem Anbieter nach demselben Schema: Sie wählen einen Domain-Namen Ihrer Wahl unter der gewünschten Top-Level-Domain und prüfen die Verfügbarkeit über die Suchmaske des Mail-Providers. Ist der Domain-Name unter der gewählten TLD bereits vergeben, werden Ihnen Varianten mit anderen Domain-Endungen oder alternative Domain-Namen vorgeschlagen. Haben Sie sich für eine verfügbare Domain entschieden, werden Sie Schritt für Schritt durch den Bestellprozess geführt. Wie das funktioniert, zeigt wir Ihnen hier:

1. Schritt: Anbieter auswählen

NICs kooperieren mit verschiedenen Internet-Serviceanbietern. Ein und dieselbe Domain lässt sich in der Regel über verschiedene Dienstleister registrieren. Wichtige Auswahlkriterien für ein Mailhosting mit eigener Domain sind die Anzahl der zur Verfügung gestellten Postfächer, der Speicherplatz pro Postfach und die Verfügbarkeit relevanter Übertragungsverfahren wie POP3 und IMAP. Zudem sollten Sie in Erfahrung bringen, wo Ihre persönlichen Daten beim jeweiligen Anbieter gespeichert werden. Nur wenn sich das Rechenzentrum auf deutschen Boden befindet, gelten hiesige Datenschutzbestimmungen. 

2. Schritt: Mail-Domain prüfen

Ist ein geeigneter Mail-Hoster gefunden, gilt es, die Verfügbarkeit der gewünschten Domain zu überprüfen. Akkreditierte Registrare halten dazu eine kostenlose Domain-Abfrage bereit:

Domain Check
  • .de
  • .email
  • .com
  • .

Wunsch-Domains, die Sie in die Suchmaske eingeben, werden vom jeweiligen Anbieter binnen Sekunden bei der jeweiligen Registry abgefragt. Beachten Sie dabei, dass eine Mail-Domain stets aus einer Top-Level-Domain und einem untergeordneten Domain-Namen (Second-Level-Domain) bestehen muss.

Da die Wunsch-Domain beispiel-firma.de dem .de-Namensraum zugeordnet ist, richtet sich die Anfrage an die DENIC als zuständige Registry für die gewählte Top-Level-Domain. Findet sich hier bereits ein Eintrag für diese Kombination aus Domain-Name und TLD, wird die Anfrage abgelehnt und Sie erhalten vom Registrar die Mitteilung, dass die Wunsch-Domain vergeben ist:

Ist die gewünschte Domain besetzt, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie ändern den Domain-Namen oder Sie prüfen die Verfügbarkeit der Second-Level-Domain (hier: „beispiel-firma“) in Kombination mit anderen Top-Level-Domains. Mitunter bietet der Registrar bereits eine Auswahl alternativer Endungen an (statt .de z. B. .berlin oder .com).

3. Schritt: Eigene E-Mail-Domain registrieren

Ist eine verfügbare Domain gefunden, kann der Bestellprozess eingeleitet werden. Für Firmen oder Onlineprojekte kann es unter Umständen sinnvoll sein, die gewünschte Second-Level-Domain unter verschiedenen Endungen zu registrieren, um die Sichtbarkeit im Netz zu erhöhen und den Firmennamen vor Domain-Grabbing zu schützen. 

Eine Domain-Registrierung kann heutzutage komplett online abgeschlossen werden. Dazu füllen Sie lediglich das Bestellformular aus. Benötig werden in der Regel Ihr Name, Ihre Anschrift und eine E-Mail-Adresse. Zudem müssen Sie die entsprechenden Bankdaten angeben, die für den Bestellprozess herangezogen werden sollen.

Eigene E-Mail-Adresse anlegen

Je nach gebuchtem Mail-Hosting haben Sie die Möglichkeit, eine gewisse Anzahl an E-Mail-Adressen unter Ihrer Mail-Domain anzulegen und individuelle Einstellungen für Weiterleitungen, Abwesenheitsnotizen, Verschlüsselungsoptionen oder Filter zu treffen. Zur Verwaltung Ihrer Postfächer bieten Mail-Hoster in der Regel einen zentralen Kontrollbereich für das gesamte E-Mail-Konto. Diesen erreichen Sie über Ihre Kundennummer bzw. Ihren Benutzernamen und ein persönliches Passwort. Im Kontrollbereich findet sich üblicherweise eine Schaltfläche „Neue E-Mail-Adresse“. Um Ihrem Konto ein neues Postfach für Ihre eigene E-Mail-Domain hinzuzufügen, definieren Sie lediglich einen neuen Local Part (den Teilabschnitt vor dem @-Zeichen) und kombinieren diesen mit dem Global Part (Domain-Name plus TLD):

neue-adresse@ihre-domain.de

Besitzen Sie mehr als eine Domain, können Sie wählen, für welche Ihrer Mail-Domains die neue E-Mail-Adresse angelegt werden soll.

Newsletter E-Commerce TLDs Outlook