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Domain Parking – leicht verdientes Geld mit ungenutzten Domains

Domain Parking bietet Webseitenbetreibern die Möglichkeit, mit zeitweilig ungenutzten Domains Geld zu verdienen und so die Kosten für das Hosting auszugleichen. Im Webseitenbetrieb kommt es immer wieder vor, dass einzelne Domains für einen begrenzten Zeitraum nicht gebraucht werden. Doch auch ungenutzte Domains verursachen Kosten. Domain Parking kann dann eine Alternative zum Verkauf sein. Dabei unterscheidet man zwischen monetisiertem und nicht-monetisiertem Parking. Ein einfacher Hinweis wie „Seite im Aufbau“ reicht vollkommen aus, um Internetnutzer darauf hinzuweisen, dass die gewünschten Seiteninhalte derzeit nicht verfügbar sind. Doch viele Domain-Inhaber gehen einen Schritt weiter und bestücken brachliegende Webseiten mit Werbeeinblendungen, um Einnahmen zu generieren.

Warum Sie eine ungenutzte Domain parken sollten

Hochwertige Domains sind ein kostbares Gut. Viele Webseitenbetreiber entscheiden sich daher dafür, Domains auslaufender Webprojekte weiterzuführen, bis sich ein geeigneter Käufer findet. Der Marktwert einer Domain ergibt sich dabei aus verschiedenen Faktoren. Dazu gehört der Domainname ebenso wie die Top-Level-Domain (TLD). Dabei beeinflussen auch Klang, Einprägsamkeit und Prägnanz den Wert der Domain. Beliebte TLDs wie .com oder .de erzielen bessere Preise als weniger geläufige Endungen wie .us oder .biz. Entscheidend ist zudem, ob die Domain branchenrelevante Keywords enthält. Negativ hingegen kann sich eine hohe Tippfehleranfälligkeit auswirken. Darüber hinaus ergibt sich der Wert einer Domain auch aus:

  • dem Backlinkprofil
  • dem Ranking in der Suchmaschine
  • bestehenden Bewertungen

Einen großen Wert besitzen Domains, die eine hohe Anzahl noch existierender Verlinkungen von anderen Webseiten aufweisen. Denn dies stellt einen entscheidenden Faktor für die Positionierung der Domain in Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo dar. Berücksichtigt werden zudem auch bestehende Bewertungen wie der Google PageRank oder der SISTRIX Sichtbarkeitsindex. Wird ein Verkauf angestrebt, sollten Inhaber ihre Domain kosteneffizient parken. Durch Werbelinks auf der Webseite lassen sich Einnahmen generieren, die sowohl die Kosten für die Registrierung als auch die Verwaltungskosten mehr als egalisieren.

Geld verdienen mit Domains

Das Geschäftsmodell des Domain Parkings beruht darauf, Landing-Pages mit Werbeanzeigen unter ungenutzten Domains bereitzustellen. Der Inhalt des Werbeangebots auf brachliegenden Webseiten wird dabei thematisch zur Second-Level-Domain gewählt. Die Bereitstellung der Weblinks erfolgt durch einen spezialisierten Parking-Provider, der dabei auf einen Anzeigen-Pool verschiedener Werbepartner wie Google oder Yahoo zurückgreift. Wird ein Werbelink von einem Seitenbesucher angeklickt, zahlt das werbende Unternehmen eine Pay-per-Click-Vergütung. Den Erlös, den geparkte Domains durch Klicks generieren, teilen der Domain-Inhaber, der Domain-Parking-Anbieter und der entsprechende Werbepartner des Parking-Providers untereinander auf.

Domain-Parking-Anbieter

Wer eine Domain parken möchte, kann in Deutschland auf eine Vielzahl kommerzieller Anbieter zurückgreifen, die es ermöglichen, brachliegende Webseiten zeitweilig oder dauerhaft mit Text- oder Anzeigenwerbung zu bestücken. In der Regel lässt sich über diese Dienstleister auch der Verkauf einer Domain abwickeln. Alternativ kann der Domain-Parking-Service des Internetproviders genutzt werden, soweit ein solcher angeboten wird. Hinsichtlich der Anbieter hat man in der Regel zwei Optionen:

  • Professionelle Domain-Parking-Anbieter: Die Option, eine temporär nicht benötigte Domain zu parken, ist ein elementarer Bestandteil des Domain-Geschäfts. Neben dem Europa-Marktführer Sedo wird dieser Service von Dienstleistern wie NameDrive, Domain Spa oder Domainsponsor zur Verfügung gestellt. Je nach Domain-Parking-Anbieter stehen mehr oder weniger flexible Gestaltungsmöglichkeiten für die Landing-Page und Domain-Parking-Templates zur Verfügung. Um eine möglichst hohe Klickrate zu generieren, definieren Domain-Parking-Anbieter in der Regel ein Keyword in Anlehnung an den Domainnamen. Dies hilft auch, Werbelinks zielgruppenspezifisch auf die Besucher der geparkten Domain und das erwartete Produkt- oder Informationsangebot auszurichten.
  • Domain Parking über den Provider: Auch einige Internet-Dienstleister, die als Registrare einen Service zur Domainregistrierung bereitstellen, bieten ihren Kunden ein unkompliziertes Domain Parking an. Statt mit Werbepartnern zu kooperieren, setzten diese Unternehmen oft auf Eigenwerbung. Kunden, die ihre Domain für Anzeigen bereitstellen, werden in diesem Geschäftsmodell durch Vermittlungsprovisionen vergütet. Im Falle eines Eigenbedarfs können geparkte Domains jederzeit reaktiviert werden.

Geparkte Domains verkaufen

Im Normalfall handelt es sich beim Domain Parking um eine Übergangslösung. Führende Domain-Parking-Anbieter bieten Domain-Inhabern daher die Möglichkeit, die Landing-Page einer geparkten Domain mit dem Hinweis „Domain zu verkaufen“ zu versehen. Außerdem können Domains über angegliederte Auktionsportale versteigert werden. Hier kann eine (in der Regel kostenpflichtige) Domain-Bewertung helfen, Preisvorstellungen zu entwickeln. Der Transfer einer Domain ist ein vergleichsweise aufwendiger Prozess, der prinzipiell auf schriftlichen Verträgen beruhen sollte und sowohl die notariell beglaubigte Übertragung der geparkten Domain an den neuen Inhaber sowie die vollständige Auszahlung des Vorbesitzers umfasst.

Domain Parking und Cybersquatting

Die Schattenseite des Domain Parkings wird „Cybersquatting“ genannt. Dabei handelt es sich um Domain-Registrierungen, die der Besetzung bestimmter Markennamen oder markennaher Begriffe dienen. Für die gezielte Registrierung von Tippfehler-Domains hat sich der Begriff „Typosquatting“ etabliert. Die Motive derartiger Registrierungen sind in der Regel finanzieller Natur. Tippfehler-Domains und markennahe Domainnamen werden oft als geparkte Domains missbraucht, da sich mit ihnen ein Teil des Web-Traffics beliebter Unternehmensseiten, Onlineshops oder Informationsportale abgreifen lässt. Ein weiteres nicht weniger zweifelhaftes Geschäftsmodell baut auf den überteuerten Verkauf besetzter Marken- oder Tippfehler-Domains an die entsprechenden Rechteinhaber.

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